Mein Weg nach Kona

Tagebuch eines Triathleten
 

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Podersdorf 2017

Liebe Leser,

heute melde ich mich wieder einmal in Sachen Triathlon. Letztes Jahr war Podersdorf kein so guter Boden für mich, leider habe ich nach 150km am Rad, nach der 5.Runde, zum ersten und hoffentlich letzten Mal, aufgegeben. Grund war eine Magenverstimmung, da ich nicht wieder vom Rad fallen wollte, so wie bei meinem ersten Antreten vor 6 Jahren, habe ich schweren Herzens aufgegeben. Zumindest hatte ich 2016 ja schon in Taupo, Neuseeland den Ironman gefinished, also war 2016 kein so schlechtes Jahr für meine Triathlon Ambitionen.

Für den Austria Triathlon Podersdorf 2017 habe ich heuer echt brav trainiert. Sicher für einen Profitriathleten sind meine Trainingsumfänge lächerlich, aber ich habe heuer in den letzten 3 Monaten so viel, wie in den gesamten 3 Jahren davor, trainiert. D.h. für mein fortgeschrittenes Alter bin und war ich ganz gut in Form.

Eva hatte die super Idee schon ein paar Tage früher nach Podersdorf zu reisen, es liegt zwar nur ca. 45min mit dem Auto von Vösendorf entfernt, aber dort im Hotel in 2min Entfernung zur Wechselzone zu nächtigen, hat auch etwas. Wir sind also schon am Mi. vor dem Rennen angereist und hatten echt Kaiserwetter. Der Seewinkel präsentierte sich von seiner besten Seite, wolkenloser Himmel, kaum Wind, einfach herrlich. Am Abend hatten wir einen wunderschönen Sonnenuntergang hinter dem Leithagebirge, den ich Euch nicht vorenthalten möchte.

Donnerstag habe ich dann am Vormittag die Radstrecke locker abgefahren, kaum Wind, super Wetter. Ich habe für die Runde ziemlich genau eine Stunde benötigt, d.h. 30km/h, schneller wollte ich nicht, das Rennen war ja erst am Samstag. Freitag sind Eva und ich noch die halbe Laufstrecke gelaufen, wieder in moderaten Tempo, das Wetter war immer noch sehr schön, aber ein paar Wolken gab es schon am Himmel. Der Sonnenuntergang am Donnerstag war nicht mehr so schön, leider konnte man die Sonne gar nicht mehr sehen, daher erspare ich Euch ein Foto davon.

Die Nacht von Fr. auf Sa. hatte es in sich, der Wind blies stetig und relativ heftig aus Nord-West, d.h. die Seebreite als Entfaltungsstrecke führte zu super Wellen am Sa. Morgen. Ich kann mich an einen Start in Podersdorf erinnern, das war 2013, wo ich dachte, die Wellen können nicht ärger sein. Falsch gedacht, am 2.9.2017 waren sie definitiv schlimmer. Da der See ja nur eine durchschnittliche Tiefe von ca. 1,5m aufweist, die Wellenlänge also im Bereich der Wassertiefe war, bildeten sich schöne Trochoidenwellen aus, d.h. klassische Brecher mit ca. 0,6m Wellenhöhe. Zum Schwimmen war das alles andere als Lustig. Daher benötigte ich für den Schwimm-Split von 3,8km auch satte 1:40', ca. 15min länger als geplant. Mein Plan war also schon nach nicht einmal 2h im Eimer.

Der Wind war den ganzen Tag so stark, d.h. beim Rad-Split von 180km hatten wir ca. 2/3 der Strecke starken Gegen- oder Seitenwind, der mit der Fahrtgeschwindigkeit dann wieder von schräg vorne kam. Ich habe mich echt bemüht meinen Speed zu halten, Ziel war eine Zeit von 5:30', letzlich wurden 05:45' daraus. Damit kann ich zufrieden sein, das waren knapp 31km/h Schnitt, mehr war einfach nicht drin. Gerade auf den Gegenwindpassagen, d.h. die See Landesstraße von Illmitz nach Podersdorf, war eine echte Herausforderung. Auf den ersten 3 Runden hatte ich dort immerhin noch knapp 30km/h Schnitt, in den folgenden 3 Runden ging dieser bis auf 25km/h zurück. Ich hätte sicher noch ein paar Minuten herausholen können, wäre dann aber wahrscheinlich nicht mehr in der Lage gewesen, den abschliessenden Marathon zu laufen.

Der dritte und letzte Teil einer Langdistanz ist dann der Marathon mit 42km. Die wahre Herausforderung ist allerdings diesen auch zu laufen, was mir diesmal wieder nicht gelungen ist. Da ich mich auf der Radstrecke diesmal nur flüssig ernährt habe, ging es mir eigenlich ganz gut. Auf der Laufstrecke bin ich dann von Eigenverpflegung auf die von den Labstellen angebotene Verpflegung umgestiegen. Das war, wie sich zeigte, keine so gute Idee. Die erste Runde habe ich zu 2/3 laufend verbracht, mit ca. 6:30"/km, also ein moderates Tempo mit dem ich in ca. 4:45' den Marathon beendet hätte. Leider musste ich nach ca. 8km das erste Mal eine Toilette aufsuchen, das war noch kein großes Problem, da ja noch Toilettpapier vorhanden war. Im guten Glauben meine Verdauungsprobleme überwunden zu haben lief ich dann die Runde zu Ende, leider währte dieser Zustand nicht sehr lange. Nach ca. 5km hatte ich wieder ein akutes Verdauungsproblem, allerdings waren dann die Toiletten ohne Toilettpapier, dieses hatten offensichtlich bereits andere Teilnehmer in Anspruch genommen. Lange Schreibe kurzer Sinn, laufen war nicht mehr drin. Da ich so meine Verdauung nicht im Zaum halten konnte. Ich verbrachte also meine Zeit mit der Suche nach Toilettpapier. Nach einer weiteren Runde kam ich zur Erkenntnis, dass beide Toiletten nicht mehr bestückt waren, daher benötigte ich eine andere Lösung. Ich begann also bei den Labestellen nachzufragen, was mich zur Erkenntnis brachte, dass andere Teilnehmer die gleiche Idee schon vor mit hatten, da leider Niemand mehr ein Taschentuch oder Ähnliches übrig hatte. Am Ende der 3. Runde konnte mir Eva noch 2 Papiertaschentücher organisieren, die ich dann am Beginn der vierten Runde erfolgreich zum Einsatz brachte. Leider ging die Sonne dann schon unter, im Dunkeln in der Hölle zu laufen ist bei starkem Wind und bereits einsetzendem Regen allerdings nicht so einfach. Da ich kaum mehr die Strecke erkennen konnte, ging ich halt schweren Herzens weiter, bis ich dann wieder in Podersdorf durch die Straßenbeleuchtung genug sehen konnte, um die letzten 2km doch noch zu laufen.

Aus meinem Plan unter 12h zu finischen wurde in diesem Fall wieder nichts. In Summe erreichte ich das Ziel bei Dunkelheit, Regen und starkem Wind nach 13:30', das war nicht ganz der Plan, aber zumindest habe ich diesmal die 3. Langdistanz in Podersdorf beendet und habe damit den Bronzestatus im Höllenklub erreicht.

Alles in Allem kann man schreiben, Podersdorf wurde seinem Slogan mehr als gerecht "Fast - Hard - Legendary". Für nächstes Jahr werde ich auf jeden Fall auch Toilettpapier in die Checkliste aufnehmen, man weiß ja nie.


Euer ultrafastfreddy aus Vösendorf, Österreich

4.9.17 18:35, kommentieren

Der letzte Tag in Tahiti

Liebe Leser,

entschuldigt bitte diesen späten Nachtrag zu unserer Südsee Reise, leider hat mich kurz vor der Heimreise ein Virus erwischt und ich habe die erste Woche zu Hause im Krankenstand und nicht in der Firma verbracht, so bin ich erst jetzt am Wochenende dazu in der Lage, diesen letzten Beitrag zu posten.

Den letzten Tag in Französisch Polynesien haben wir im InterContinental in Tahiti verbracht. Dies war notwendig, da unser Flug nach Hause mit der Air France schon um 08:15 ging, das hätten wir von Moorea aus nicht geschafft. Der Virus muss mich schon im Hotel oder auf der Fähre erwischt haben, da ich die ganze Rückreise (ca. 28h) mit triefender Nase in den beiden Flugzeugen und drei Airports (Tahiti, Los Angeles, Paris) verbracht habe.

Im InterContinental auf Moorea habe ich, noch kurz vor der Abreise zur Fähre, ein paar Fotos mit dem Fischauge gemacht.

Die Delphine waren diesen Vormittag wieder einmal in Action, diesmal gelangen mir ein paar Fotos, als einer gerade gesprungen ist, auf diesem Foto ist er kurz nach dem höchsten Punkt seines Sprunges in der beginnenden Fallphase.

Da mich Schiffe nun mal interessieren, habe ich die Fähre, mit der wir dann am Vormittag von Moorea nach Tahiti gefahren sind, beim Anlegen fotografiert. In Summe benötigt die Fähre ca. 20min um anzulegen, alle Passagiere und Fahrzeuge auszuladen bzw. die neuen Passagiere und Fahrzeuge wieder an Bord zu bringen und ab zu legen. Die Fahrtzeit nach Tahiti beträgt mit der Terevau Linie ca. 25min, was ziemlich flott ist. Wenn man bei voller Fahrt am Bug steht, muß man sich anstrengen, um gegen den Fahrtwind anzukämpfen. Bei der ersten Überfahrt war ich ja am Bug, weil ich bei der Ankunft ein paar Fotos von Moorea machen wollte, zum Glück war da das Wetter besser und ich wurde nicht naß, bei der überfahrt nach Tahiti war die See etwas rauher, da wäre dies keine so gute Idee gewesen. Zumindest waren die Fenster auf der Steuerbordseite komplett mit Gischt vollgespritzt, als wir in den Hafen von Tahiti einliefen, da wäre ich sicher geduscht worden.

Auf dem mittleren Bild kann man gut erkennen, dass die Fähre ein Katamaran ist, das Verhältinis Länge/Breite bzw. Rumpfabstand ist zwar nicht ideal, aber die Fähre hat offenbar genug Leistung, um echt flott zu fahren, ich habe die Geschwindigkeit auf ca. 25-30kn geschätzt, im Internet findet man 30,6kn maximal und 29,9kn Durchschnittsgeschwindigkeit, also habe ich nicht so falsch gelegen mit meiner Schätzung. Der Tiefgang beträgt 1,5m, Gesamtlänge 45,24m, maximale Breite 12.3m, Tragfähigkeit 66t. (Terevau, High Speed Craft)

Im Hotel haben wir dann einen Rundgang gemacht, es war wieder ein InterContinental, diesmal das auf Tahiti. Die Anlage ist auch sehr schön, besonders den Poolbereich mit dem Meerwasserpool fand ich sehr gelungen. Auf dem esten Bild ist der Trakt mit unserem Zimmer, wir waren diesmal im 2. Stock unter gebracht.

Das Hotel liegt ebenfalls am Meer, unweit der Stelle, wo wir den Tiger Shark Tauchgang hatten, wie wir dann festgestellt haben. Die Poolbar liegt beim Hauptrestaurant, direkt beim großen Pool. Direkt darunter liegt der schon erwähnte Meerwasserpool oder -biotop.

Die Tauchbasis liegt an einem Ende der Lagune, die Overwater Bungalows am anderen Ende.

Ein kleines Biotop mit Schildkröten befindet sich nahe dem Weg vom Pool zu den Overwater Bungalows.

Gleich daneben befindet sich eine kleine Ananasplantage und etwas weiter weg vom Weg eine Vanilleplantage, ein bisschen versteckt zwischen den Bäumen. Lt. Wikipedia ist in Taiti eine eigene Vanilleart heimisch, welche sich von der uns bekannten Gewürz-Vanille, die aus dem Indischen Ozean von Reunion (frühermals Le Bourbon) kommt, unterscheidet.

Nahe dem 2. Restaurant, dem Lotos Restaurant, befindet sich der Pool noch im Bau, wie auf dem Foto erkennbar, wird der Pool mit einer Folie ausgekleidet.

So, das war es dann, zusammenfassend kann man sagen, dass diese Südseereise so ziemlich alle Klischees bzw. Erwartungen erfüllt hat, die Inseln sehen wirklich so aus wie auf den Prospekten. Natürlich sind die Fotos nachbearbeitet, aber das Meer hat wirklich so ziemlich alle Blau-/Türkistöne und der Himmel ist stellenweise wirklich so blau wie auf den Fotos. Ich habe an den Bildern nichts retuschiert, meistens das Standardpreset "Landschaft/Neutral" in DXO-Optics-Pro angewendet und das Ergebnis waren die im Blog enthaltenen Bilder. Bei den Unterwasserfotos habe ich meistens einen manuellen Weißabgleich gemacht und die Belichtung korrigiert, aber das war es dann auch schon. Da ich unter Wasser immer das Weitwinkel verwendet habe, gibt es praktisch nichts "Kleines" zu sehen, wenn man in den Riffen sich aber etwas genauer umsieht, findet man ebenso viele kleine Lebewesen, nur lag der Schwerpunkt bei den Tauchgängen primär auf den Großfischen. Ich hätte mir ein paar Mantas mehr erhofft, dafür waren die wenigen die wir gesehen haben, wenn auch nur aus der Ferne, wirklich groß. An Haien hat es bei den Tauchgängen nie gemangelt, Höhepunkt war sicher der "Tiger Shark Feeding" Tauchgang. D.h. Alles in Allem war das sicher nicht unser letzter Ausflug in die pazifische Inselwelt.


Euer ultrafastfreddy aus Vösendorf, Niederösterreich, Österreich

25.3.17 15:01, kommentieren

Panoramen InterContinental Moorea

Liebe Leser,

leider hat das Zimmerservice bis 15:00 benötigt unseren Bungalow wieder auf Vordermann zu bringen. Eva hat dann noch ein bisschen gestaged und dann habe ich die Panoramen fotografiert. Hier sind die beiden Panoramen nun online, damit Ihr einen Eindruck von unserem Bungalow bekommt.

Der Blick auf's Meer ist nicht so berauschend wie in Bora Bora mit dem Otemanu, wir sind hier auch praktisch in 2. Reihe, ich nehme an die Bungalows in der vorderen Reihe kosten auch mehr. Dafür ist die Lagune deutlich tiefer als in Bora Bora, ideal zum Schwimmen, das werden wir Morgen dann wohl zum letzten Mal machen, um 10:45 werden wir dann abgeholt.

Ok, Morgen werde ich noch versuchen einen Sonnenaufgang zu fotografieren, mal sehen ob das klappt, heute war die Sonne erst zu sehen, als sie schon deutlich über dem Horizont war, da direkt am Horizont eine Wolkenbank lag. Vielleicht habe ich Morgen ja mehr Glück.


Euer ultrafastfreddy von Moorea, Gesellschaftsinseln, Französisch Polynesien

15.3.17 17:30, kommentieren