Mein Weg nach Kona

Tagebuch eines Triathleten
 

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Der letzte Tag auf Bora Bora

Liebe Leser,

heute ist unser definitiv letzter ganzer Tag auf Bora Bora, morgen gegen 10:00 werden wir die Insel Richtung Rangiroa verlassen, von dort geht es dann nach Fakarava weiter, wo wir dann auf der French Polynesia Masters einchecken werden und die kommenden 10 Tage im Tuamoto Archipel verbringen werden. Unsere Tauchausrüstung ist schon verpack, natürlich kam dann heute Morgen unser Adlerrochenpärchen wieder mal vorbei, wahrscheinlich weil sie wussten, dass ich mein Schnorchel-Equipment, wie auch das UW-Gehäuse, schon verpackt habe. Na gut, Adlerrochen haben wir ja wirklich viele gesehen, also nehme ich das gelassen zur Kenntnis. Außerdem begrüßte uns heute Morgen ein netter Regenguß, der dafür verantwortlich war, dass ich wieder keinen Sonnenaufgang fotografieren konnten, respektive wir diesmal um gut eine Stunde später zum Frühstück kamen. Dies war aber alles kein Problem, da wir ja keine Termine mehr haben, bzw. wollten wir um 10:30 zum Turtle Feeding in das Turtle Center gehen, sonst haben wir ja schon fast alles im Hotel gesehen.

Die Turtle Station päppelt Schildkröten wieder auf. In der heutigen Zeit haben es Schildkröten wahrlich nicht einfach, von der Umweltverschmutzung und polynesischer Tradition mal abgesehen, gibt es eine Menge natürlicher Feinde an Land, zu Wasser und in der Luft. Eine ausgewachsene Grüne Meeresschildkröte, die hier am häufigsten anzutreffen ist, legt in ca. 3 Monaten an die 1000 Eier, alle 1,5-2 Wochen ca. 150-200. Davon erleben nur 1 bis 2 die Volljährigkeit mit 25 Jahren, dann kehren die Weibchen wieder an den Strand ihrer Geburt zurück und der Kreislauf beginnt von vorne. Die Schildkröten können 100-150 Jahre alt werden, wenn sie vorher nicht einem ihrer Feinde oder Umwelteinflüssen zum Opfer fallen. Die Liste der Jäger ist lang: Krabben, Hunde, Katzen, Vögel, Raubfische (Tigerhaie knacken auch den Panzer einer richtig großen Schildkröte), bis zum Menschen der aus Versehen (Bootsunfälle) oder aus Tradition (Weihnachen, Neujahr) zum Killer wird.

Hier im Turtle Center werden die Tiere wieder aufgepäppelt, je nach Schwere der Verletzung oder Krankheit verbringen die Tiere hier zwischen ein paar Wochen bis zu einem Jahr. Tier mit nur einer Vorderflosse z.B. benötigen ca. 1 Jahr, bis sie wieder geradeaus schwimmen können, da sie normalerweise nur die Vorderflossen zum Schwimmen, die Hinteren nur zum Steuern verwenden. Bis sie dann gelernt haben, die fehlende Vorderflosse durch die Hintere zu "ersetzen" benötigt es halt langes Training, in der freien Natur, würde sie nicht lange überleben.

Für die Fütterung werden die Schildkröten in kleineren Tanks gehalten, tagsüber kommen sie zu ihrem Auslauf im Becken hinter der Wedding Chappel, wo ich damals auch die erste Schildkröte fotografiert habe. Die Schildkröten werden mit kleinen Fischen, Tintenfischen und Srimps gefüttert, erst wenn sie ca. 20 Jahre alt geworden sind, essen sie nur noch Algen.

Der Vortrag im Turtle Center war wirklich lustig, ich hätte davon ein Video machen sollen, der Typ war echt zum Schreien. Er erklärte alles Wissenswerte mit einer Portion Humor, der echt gut war. So wissen wir nun, dass der Sexualakt zweier Meeresschildkröten ca. 4h dauert, allerdings nur einmal pro Jahr stattfindet. Das man Männlein und Weiblein an der Größe der Krallen unterscheiden kann, die Männlein haben größere, da sie sich eben beim Sexualakt am Weibchen für bis zu 4h festkrallen müssen. Außerdem haben die Männlein einen längeren Schwanz am Hinterteil. Das Geschlecht kann man erst bei Exemplaren, die um die 20 Jahre alt sind, unterscheiden, davor sehen sie praktisch ident aus.

In dem großen Schnittmodel aus Holz, welches er zur Präsentation verwendete, konnte man die Organe der Schildkröten unter dem Panzer betrachten. Einen großen Teil nehmen die Lungenflügel ein, eine Meeresschildkröte im ausgewachsenen Zustand kann bis zu 5h im Schlafen tauchen, bei Aktivität sind es immer noch ca. 25min. Die 4 großen Muskeln für die Flossen nehmen auch relativ viel Platz unter dem Panzer ein. Eine ausgewachsene Schidkröte kann bis zu 25km/h unter Wasser erreichen. Der Eiersack fasst bis zu 300 Tischtennisball große Eier, eine Wirbelsäule liegt gleich unter dem Panzer, an dem Skelett sind die vier Flossen und der Hals mit Kopf angesetzt. Ok, das war ein kleiner Ausflug in Anatomie der Meeresschildkröten, im Vortrag war es echt interessant und vor Allem lustig.

Die Station dient auch dazu kleine Babyschildkröten, die keine großen Überlebenschanchen hätten, durch zu bringen. Die 39 Exemplare, die sich gerade in der Station befinden, wurden am Strand von einem Fischer vor Hunden gerettet, die das Nest entdeckten und die Kleinen zum Fressen gern hatten. Das Video ist zwar nicht besonders gelungen, ohne Polfilter wäre da sowiso nichts gegangen, aber die Kleinen waren so putzig, sodaß ich zumindest den Versuch starten musste.

Gegen Mittag kam ein Rennkatamaran zu Besuch ins Le Meridien, er hat ein paar Hotelgäste als Passagiere zurück gebracht. Das Schauspiel war nur kurz, dann war er wieder weg. Der Katamaran ist unter Sailing Bora Bora zu buchen. Bei dem Wind der heute geht, ist das sicher ein rasantes Vergnügen, der F40 geht wahrscheinlich wie Sau bei dem Wind.

Ok, liebe Leser, das war's für die nächsten 10 Tage, auf der French Polynesia Masters werden wir keinen Internetzugang haben, daher werde ich nichts posten können, danach sind wir noch 5 Nächte in Moorea, dann werde ich versuchen das Versäumte nachzuholen.


Euer ultrafastfreddy aus Bora Bora, Französisch Polynesien

28.2.17 12:30, kommentieren

Nur noch ein paar Tage auf Bora Bora

Liebe Leser,

den Sonnenaufgang habe ich heute doch tatsächlich verschlafen, das passiert mir sonst nicht, aber was soll's, aufgrund des aktuellen Wetters, die Wolken verstellten den Horizont, war der Sonnenaufgang sowieso nicht der Hammer. Der Otemanu war diesmal komplett im Schatten, eine riesige Wolke hinter dem Hotel, verstellte der Sonne die Sicht auf den Berg, also war es kein großes Maleur diesmal etwas länger geschlafen zu haben.

Nach dem Frühstück gingen Eva und ich mal zur Tauchbasis, wir packten unsere Tauchausrüstungen und plauderten noch mit dem Basisleiter. Da der Basisleiter noch nie etwas von der French Polynesia Masters gehört hatte, sahen wir gemeinsam auf seinem Notebook im Internet nach. Das dauerte ein bisschen, da er auch nur das WLAN des Hotels nutzte, dieses funktioniert halt nicht immer, so wie man es gerne hätte, von höllisch schnell schon mal ganz zu schweigen. Was uns ein bisschen beunruhigte war, dass der Basisleiter noch nichts von dem Boot gehört hatte, er meinte, da normalerweise lokale Tauchguides auf diesen Booten arbeiten, wunderte es ihn, dass ihm bis dato da nichts zu Ohren gekommen war. Na gut, es ist zwar ein bisschen befremdlich, wenn er von dem Boot bis jetzt nichts mitbekommen hat, aber hoffentlich hat es nicht viel zu bedeuten. Wie sind trotzdem noch frohen Mutes, am 1.3.2017 die French Polynesia Masters zu entern. Bis dahin sind es ja nur noch 2 Tage. D.h. unser Aufenthalt hier in Bora Bora nähert sich dem Ende. Aus diesem Grunde gingen wir dann nochmals eine Runde durch das Hotel und machten noch ein paar Fotos.

Die Flaggen sagen mir eigentlich nichts, bis auf die Mittlere, das ist die Französische Flagge, die beiden anderen kenne ich nicht.

Der Hotelstrand direkt vor dem Hotel, mit Blick auf den Otemanu, kann schon was. Links im Bild ist die Landungsbrücke, wo alle Boote anlegen, die Hotelgäste transportieren. Das Dach wurde in der letzten Woche komplett neu gedeckt, das ist auch ein Knochenjob bei der Hitze. Gute 3 Tage haben die Jungs benötigt, das alte Dach zu entfernen und es neu einzudecken. Von dort kann man auch mit dem Shuttle auf die Hauptinsel fahren, dort gibt es eine kleine Einkaufsstrasse und man kann natürlich andere Aktivitäten buchen, z.B. eine 5h Wanderung auf den Otemanu, das dürfte ziemlich schweißtreibend sein, also haben wir es nicht versucht.

Das zweite Restaurant "De Ava" befindet sich unmittelbar vis a' vis der Landungsbrücke, mit Blick auf den Otemanu. Dort hatten wir gestern das Barbecue, heute werden wir wieder dort, allerdings a'la Carte, essen. Mit den Schaukelstühlen komme ich irgendwie nicht zurecht, da der Sandboden auch nicht immer eben ist, kann es schon mal passieren, dass man das ganze Dinner in Schieflage verbringt und das auch ohne Alkohol.

Der kleinere der beiden Pools liegt gleich nach dem Restaurant auf dem Weg zum größeren Pool. Irgendwie ist dieser Pool eigentlich immer leer, da die Poolbar beim zweiten Pool gelegen ist, sind die meisten Gäste dann dort zu finden. Heute Nachmittag war dann auch dieser Pool gut besucht, irgendwie kommt es uns vor, als ob die Belegung des Hotels nun voller ist. Auch beim Abendessen waren mehr Gäste als sonst.

In der Bucht hinter dem Hotel war gerade wieder eine Hochzeit im Gange, links sieht man die Wedding Chappel, kurz davor den kleinen Katamaran mit den Sesseln auf denen das Brautpaar sitzt. Sie werden zum Hauptstrand gepaddelt, wo auch wir vor einigen Tagen hingerudert wurden.

Auf diesem Bild sieht man die Anlegestelle der Tauchbasis, am Horizont das Intercontinental Thallasso Spa, das wir ursprünglich gebucht hatten, aber aufgrund der Bauarbeiten sind wir dann auf das Le Meriden umgebucht worden.

Das letzte Bild zeigt wieder die Bucht hinter dem Hotel, im Vordergrund ist ein Strandschach, allerdings habe ich dort noch nie jemanden spielen sehen, bei der Hitze auch kein Wunder.

Ok, d.h. morgen haben wir noch einen ganzen Tag in Bora Bora, dann reisen wir am Vormittag ab. Dann werden wir zumindest für die kommenden 10 Tage keinen Internetzugang haben. Aktuell streikt dieser auch hier, d.h. ich werde diesen Beitrag erst morgen früh posten können.


Euer ultrafastfreddy aus Bora Bora, Französisch Polynesien

27.2.17 18:00, kommentieren

Tauchgang 3 und 4 auf Bora Bora

Liebe Leser,

wie Ihr Euch denken könnt, würde ich gerne mal einen wirklich schönen Sonnenuntergang bzw. Sonnenaufgang auf den Sensor bannen. Ich habe es fast jeden Abend versucht, naturgemäß auch gestern, aber der Berg (Anm. d. Red. der Otemanu) ist im Weg. Jetzt bleiben uns nur noch 3 Abende, dann geht es ja schon weiter auf die French Polynesia Masters. Ich fürchte dort werden wir keinen Internetzugang haben, daher wird es dann voraussichtlich mal 10 Tage Funktstille geben. Meinen bislang letzten Versuch den Sonnenuntgang auf Bora Bora zu fotografieren, werde ich Euch trotzdem nicht vorenthalten.

Na ja, so richtig wird das nichts. Wenn die Sonne dann gerade unter dem Horizont ist, d.h. primär nur noch die Rotanteile des Sonnenlichts durch die Atmosphäre gebeugt werden, ist anscheinen immer auch noch eine Wolke hinter dem Berg am Horizont dafür verantwortlich, dass kein Rotlicht zu sehen ist. Daher habe ich es bis jetzt nicht geschafft, so richtig rot beleuchtete Wolken zu fotografieren. Zumindest die Gelbphase konnte ich diesmal erwischen.

Beim Sonnenaufgang ist es nicht besser, die Sonne geht kruz vor 06:00 auf, der Sonnenaufgang findet allerdings auf der Außenseite des Lagunenrings statt, d.h. wenn ich mir die Mühe mache, auf die andere Seite zum Außenriff zu pilgern, dabei durch eine seichte Stelle im Pazifik warte, komme ich zu einer kleinen vorgelagerten Insel, die müsste ich noch durchqueren, damit ich am Außenriff ankomme. Dort müsste man einen schönen Sonnenaufgang sehen können, allerdings müsste ich ca. um 05:15 losmaschieren, damit ich um ca. 05:45 in Position bin. Wenn dann noch das Wetter mitspielt, d.h. der Horizont nicht durch eine Wolkenbank verdeckt ist, dann könnte ich einen schönen Sonnenaufgang fotografieren. Damit das Bild ein bisschen interessanter wird, habe ich das Fischauge genommen, leider habe ich die Rot-/Gelbphase verpasst, bzw. war sie nicht sonderlich ausgeprägt. Warscheinlich sollte ich mir doch die Mühe machen, den Weg zum Außenriff anzutreten, vielleicht kann ich mich ja morgen früh dazu aufraffen.

Um 08:00 waren wir dann wieder auf der Tauchbasis für unsere nächsten beiden Tauchgänge, die zugleich auch die Letzten hier in Bora Bora sein werden, da das Boot morgen komplett ausgebucht ist. Ja, Ihr habt richtig gelesen, auf dem Schlauboot haben 8 Personen Platz, wenn die belegt sind, geht eben nichts mehr. Zugegeben die Tauchbasis ist wirklich nicht groß, aber ich schätze im Hotel gibt es ca. 60 Oberwaterbungalows und ca. 30 Strandbungalows, d.h. bei Vollbelegung sind sicher ca. 200 Gäste im Hotel. Da kann es dann schon vorkommen, dass eine Tauchbasis mit nur 8 Plätzen auf dem Tauchboot schon mal überbucht ist, wobei das Hotel aktuell sicher nicht voll belegt ist.

Ok, es soll nichts Schlimmeres passieren, auf der French Polynesia Masters kommen wir noch ausgiebig zum Tauchen, die ersten beiden Tauchgänge hier waren ja nicht besonders, der 3. hatte allerdings schon mehr zu bieten. Leider kam der erste Hai zu früh, ein kleiner ca. 1,5m Schwarzspitzenriffhai, da hatte ich die Kamera noch nicht schussfertig und schon war er wieder weg. Der Chef war heute mit uns persönlich unterwegs, mit einer Einheimischen von der Hauptinsel, die wir vorher noch abgeholt haben. Er kümmerte sich hauptsächlich um sie, so tauchten Eva und ich vor den Beiden ab und da war eben der kleine Hai, der sich aber sofort wieder vertschüsst hat. Zumindest ein paar Fische sahen wir diesmal, sonst passierte nicht viel. Als dann der Chefbegleitung die Luft ausging, tauchte er mit ihr wieder auf und ließ uns zurück. Wir machten dann noch die Stunde voll und waren gerade beim Auftauchen, ja Ihr habt richtig gedacht, ich hatte meine Kamera schon abgedreht, den Blitz verstaut, da kam ein größerer Zitronenhai des Weges, den schätzte ich auf ca. 2m. Natürlich blieb auch der nicht lange genug, um die Kamera wieder bereit zu machen, also setzten Eva und ich unseren Aufstieg fort. Zu guter letzt kam noch ein kleiner, ca. 1m, Schwarzspitzenhai zum Ankerplatz, der drehte jedoch auch gleich wieder ab. D.h. wir haben zwar 3 Haie gesehen, aber ich konnte kein einziges Foto machen, na ja, das kann natürlich passieren.

Zwischen den beiden Tauchgängen passierten wir einen Korallenstock, der öfter von einem Manta besucht wird. Der Chef wies uns an, bereit zu sein, damit wir schnell ins Wasser springen können, wenn er den Manta gesichtet hat. Tatsächlich war der Manta da, also gingen wir kurz schnorcheln.

Naturgemäß ist das nicht mein bestes Mantafoto, da hatte ich auf Gan vor 12 Jahren deutlich bessere Gelegenheiten, aber zumindest ist der Bursche darauf ganz gut erkennbar. Aus mir unerfindlichen Gründen hatte meine Kamera allerdings JPEG-Dateien statt des CDR-Formats gespeichert, daher konnte ich das Bild auch nicht signifikant verbessern. Ok, der Manta ist sicher einige Meter unter mir, ohne Blei konnte ich mit dem 5mm Anzug auch nicht abtauchen, also blieb nur die Möglichkeit den Manta aus der Vogelperspekive abzulichten. Größenmäßig schätze ich den Burschen auf ca. 3,5m Spannweite, das Schnorchelintermezzo dauerte nur ein paar Minuten, dann ging es weiter zum Tauchplatz unseres 4. und letzten Tauchgangs hier in Bora Bora.

Eva und ich haben ja schon einiges gesehen, wir tauchen ja auch sohon etwas länger, bei mir sind es mittlerweile 27 Jahre, davon fotografiere ich seit 12 Jahren mit meiner Canon 20D. Wir hatten uns ja nicht besonders viel erwartet, die ersten 3 Tauchgänge waren ja nicht die absoluten Heuler, aber der 4. hatte es trotzdem in sich. Gleich nach dem Abtauchen passierte nicht viel, der Chef kam mit seiner Begleitung nach ca. 5min nach, dann schwammen wir auf einer größeren Sandfläche auf 16m Wassertiefe ins Nichts. Er hatte zwar gemeint, wenn wir Glück haben, sehen wir vielleicht ein paar Adlerrochen. Die geneigten Leser unter Euch wissen vielleicht noch, dass ich seit ich am 2. Tag den kleinen Adlerrochen vor dem Bungalow gesehen habe, diesen bis jetzt nicht fotografieren konnte. Also erwartet ich mir auch diesmal nicht zu viel. Aber zum Glück wurden wir eines Besseren belehrt.

Wie Ihr auf dem Bild vielleicht erkennen könnt, sahen wir eine Gruppe von 14 ausgewachsenen Adlerrochen, die schwammen dort im Kreis und warteten brav auf uns. Das Schauspiel dauerte ein paar Minuten, dann entschlossen sie sich für den Abflug, der zum Glück direkt an uns vorbei führte. Ich muss mich für die Qualität des Bildes entschuldigen, die Kamera hat wieder nur JPG-Dateien gespeichert, außerdem waren die Rochen mindestens 10m weit weg, auf 16m Wassertiefe, da gibt es halt nur noch blaues Licht. Da ich keinen Orangefilter habe, normalerweise kann ich mir bei einem Raw-Format Foto mit dem Weißabgleich ein bisschen helfen, was hier aufgrund des JPG-Formates nicht ging, somit fehlen halt so ziemlich alle Farben. Die Rochen waren allerdings ganz schon groß, den Größten schätze ich auf ca. 3m Spannweite. D.h. Eva und ich waren wieder mit den Tauchplätzen auf Bora Bora versöhnt, so große und vor allem so viele Adlerrochen auf einmal, haben wir bisher auch noch nicht gesehen.

Danach ging es wieder zurück zum Anlegeplatz des Bootes, in der Zwischenzeit kam ein weiteres Boot, allerdings nur mit Schnorchlern, die kurz darauf das Wasser durchpflügten. Auf 5m tümplelten wir dann so rum, als das nächstes Highlight auf uns, im wahrsten Sinne des Wortes, zu kam.

Ja, das ist ein Barakkuda und was für einer. Ich schätze ihn auf fast 1.5m Länge, der war richtig mächtig. Die Einzelgänger sind eigentlich unberechenbar, es gibt kaum einen unangenehmeren Zeitgenossen im Meer, als so einen großen Barakkuda. Im Navy Survival Handbook ist der Barakkuda als das gefährlichste Meerestier eingestuft, offenbar gibt es bei der US-Navy mehr Unfälle durch Barakkuda Angriffe als durch Haie. Der Bursche war auch ziemlich unbeeindruckt von den Schnorchlern und uns, er schwamm ungestört zwischen allem durch. Zum Glück für uns, ließ er uns nahe genug heran, um ein paar Fotos zu schießen, diesmal wieder mit Blitz und auch im Raw-Format. Keine Ahnung, was die Kamera dazwischen gemacht hat, ich hoffe ich finde es heraus und kann das abstellen.

Ok, das war es von heute, morgen mache ich vielleicht wirklich mal die Mühe, den Sonnenaufgang am Außenriff zu fotografieren.


Euer ultrafastfreddy aus Bora Bora, Französisch Polynesien

1 Kommentar 26.2.17 17:00, kommentieren