Mein Weg nach Kona

Tagebuch eines Triathleten
 

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Die ersten Tauchgänge auf der FPM

Liebe Leser,

so wie es aussieht, bleibt Euch mein Blog nicht erspart. Zu unser freudigen Überraschung hat sich herausgestellt, dass es auf der French Polynesia Maters (FPM) nun doch ein WiFi mit Internetzugang gibt. Der ist zwar aus Kostengründen begrenzt, die Satellitenverbindung dürfte einiges kosten, aber mit den 100MB die mir zur Verfügung stehen, sollte ich in der Lage sein, Euch auf dem Laufenden zu halten.

Bora Bora und das Le Meridien haben wir am 1.3.2017 nun verlassen, ein paar Fotos vom Boot aus habe ich noch gemacht.

Nach kurzer Bootsfahrt sind wir dann wieder am Flughafen von Bora Bora angekommen, dem Anlegeplatz vorgelagert ist eine kleine Insel, die ich Euch nicht vorenthalten möchte.

Der Flughafen sebst besteht nur aus einem Gebäude, kein Vergleich mit LAX, wo wir innerhalb kürzester Zeit richtig Kilometer gemacht haben.

Die Flugzeuge der Air Tahiti sind alle von einem Typ ATR-42-72, ich habe noch nicht im Internet recherchiert, woher diese Flugzeuge stammen, aber ich habe nur diese gesehen, auch in der Brochure der Air Tahiti ist nur von diesem Typ die Rede.

Ein letzter Blick noch zurück auf Bora Bora, wenn man auf dem Original genau hinseht, kann man unseren Bungalow im Le Meridien entdecken, das geht auf dem kleinen Bild natürlich nicht.

Unser erster und letzter Zwischenstopp war dann in Rangiroa. Von dort werden wir dann nach dem Bootstrip wieder nach Tahiti, genauer gesagt Papetee zurück fliegen, aber noch lagen ja 10 Tage Bootsurlaub vor uns.

Vorgestern haben wir dann auf der French Polyesia Masters (FPM) eingecheckt, der Flug ging, wie schon beschrieben, von Bora Bora aus über Rangiroa nach Fakarava. In Fakarava lag die FPM vor der Marina auf Reede. Ich muss Euch ehrlich gestehen, ich habe ein deutlich kleineres Boot erwartet, die FPM hat 44.8m Länge über alles, 38m Wasserlinienlänge, zum Vergleich die Diamond Class der Heaven Fleet, die wir mehrfach im Roten Meer gebucht haben, hat 37m Länge über alles. Das Schiff ist nach Burea Veritas als Kreuzfahrtschiff klassifiziert, d.h. es ist wahrscheinlich das kleinste zugelassene Kreuzfahrtschiff auf der Welt. Es erfüllt alle Standards, die auch von den wirklich großen Pötten zu erfüllen sind. Das Tauchdeck spielt alle Stückerln, für die UW-Fotografen gibt es einen eigenen Bereich für das Equipment. Die Tanks werden mit auf 32% Sauerstoff angereicherter Luft gefüllt, durch eine Kaskade geht das Füllen innerhalb von Minuten. Zugelassen ist das Schiff für 26 Taucher und 5 Guides, an Bord sind 13 Gäste, d.h. wir haben reichlich Platz. Neben mir fotografieren noch 3 andere Passagiere UW, allerdings mit deutlich aufwendigerem Equipment, alle haben Doppelblitze und Vollformat Nikon Kameras im Einsatz, da komme ich mir mit meiner alten Canon EOS 20D wir ein Bückling vor. Die Drei sind allesamt professionelle Fotografen, Martin einer der drei, der zumindest für das Coverbild der "Unterwasser" von 2017/01 verantwortlich zeichnet, hat über 3000 Tauchgänge, er ist öfter mit uns am Boot, aber Eva und ich haben unseren eigenen Guide, so haben wir unsere Ruhe. Aaron Wong ein Indonesier, hat zumindest ein Buch veröffentlicht, das liegt an Bord auch auf, er wurde eingeladen für die FPM UW-Werbefotos zu schiessen, die Fotos im Buch sind der Hammer, da kann man sich eine Scheibe abschneiden. Der dritte Mattew, ein Amerikaner, hat unter anderem für das XRay-Magazin veröffentlich und lebt auch nur von der Fotografie. Mich würde interessieren, wie die Fotos im Vergleich zu meinen stümperhafen Versuchen ausfallen, wir machen ja die gleichen Tauchgänge, d.h. haben die selben Bedingungen, da gibt es dann keine Ausreden mehr.

Hier kommen ein paar Fotos von der FPM, glaubt mir, das Boot ist wirklich mächtig!

Das Tauchdeck ist sehr geräuming, jeder hat seinen Platz, wo der Tank direkt befüllt wird, das Equipment findet in der Kiste unter der Sitzbank Platz. Die Anzüge hängen quer zur Fahrtrichtung, für alle gut erreichbar. Dahinter ist die Bedientafel für die Nitrox-Anlage.

An der Steuerbordseite, Richtung Bug, liegt der Trockenbereich für die Kameras, meine rote Kiste beherbergt das Gehäuse für die EOS 20D.

Gleich unterhalb des Tauchdecks liegt das Landungsdeck, dort sind während der Fahrt die beiden Beiboote untergebracht, das Rettungsboot hängt dann darüber am Kran.

Steuerbordseitig liegt der Zugang zum Maschinenraum, die Treppe im Vordergrund führt zum Landungsdeck.

Vom Sonnendeck mit Blick zum Heck, kann man das Rettungsboot gut erkennen, hier sind wir auf der Fahrt von der Marina in Fakarava zum ersten Tauchplatz, Fakarava North Pass.

Die Kabinen sind sehr geräuming, zumindest was die Platzverhältnisse auf einem Schiff angehen. An Komfort mangelt es auch nicht, einzig vielleicht die Klimaanlage in den allgemeinen Räumen könnte etwas wärmer eingestellt sein. Ich werde auch ein paar Panoramen machen, wenn sich eine günstige Gelegenheit ergibt.

Am ersten Tag an Bord gab es mehrere Briefings, die Sicherheitsunterweisung mit der obligatorischen Rettungsübung. Da wir erst am späteren Nachmittag an Bord kamen, gab es sonst nicht viel mehr. Wir packten unser Equipment aus, stellten die Ausrüstungen zusammen, wurden in Gruppen eingeteilt und jeder bekam einen Platz am Tauchdeck. Ich bekam die Nummer 13, das kann man nun abergläubisch sehen oder nicht, bis jetzt habe ich hauptsächlich Glück gehabt.

Am zweiten Tag an Bord ging es dann um 06:00 gleich richtig zur Sache, nach einem kurzen Frühstück bestritten wir den ersten Tauchgang. Dieser war am Fakarava North Pass. Fakarava ist ein großes, ca. 60km lang, Atoll, das an der Nord- und Südseite je einen Kanal, hier wird das Pass genannt, hat. Durch diese Kanäle strömt bei Flut das Wasser in die Lagune, bei Ebbe wieder hinaus aufs Meer. Die einwärts Strömung bringt frisches klares Wasser in die Lagune, das auswärts strömende Wasser trägt dann Sedimente und Schwebstoffe mit sich. D.h. generell sind die Tauchgänge mit der einwärts Strömung klarer und biete Sichtverhältnisse weit über 30m, in einem österreichischen See kann es schon mal passieren, dass man keine 30cm weit sieht. In den Kanälen spielt sich dann auch die Action ab, d.h. es gibt hier in Fakarava massenhaft Haie, so viele auf einen Haufen bzw. Schule habe ich noch nie gesehen. Am Abend, wenn das Schiff beleuchtet vor Anker liegt, schwimmen ständig eine große Anzahl von Haien um das Schiff herum, offenbar zeiht sie das Licht an. D.h. auf den Punkt gebracht, hier ist es ur geil!

Hier habe ich Euch eine Auswahl der Fotos von den ersten Tauchgängen in Fakarava gepostet. Die Aufnahmen wurden alle in den beiden Kanälen, Fakarava North Pass und South Pass gemacht, bzw. direkt am Außenriff am Rande der Kanäle.

Ein Napoleon, der noch nicht ganz ausgewachsen ist, da ist die Beule am Hirn deutlich ausgeprägter.

Die beiden Burschen sahen wir auf dem ersten Tauchgang, am Fakarava North Pass.

Diese drei Bilder entstanden aus einer Höhle heraus, die uns vor der Strömung abgeschirmt hat, dort war es richtig geil, wir schätzen, dass da um die 100 Haie den Kanal durchschwommen haben. Das war unser 2. Tauchgang, am Fakarava South Pass.

Den Burschen erwischte ich gegen Ende des 2. Tauchgangs, kurz danach wurde die Strömung so hefitg, dass ich nicht mehr fotografieren konnte, es gab aber eh nichts mehr zu sehen, da alles nur so an uns vorbeiflog, bzw. natürlich bewegten wir uns, die Korallen standen still.

Diese drei Fotos entstanden am Fakarava South Pass beim 3. Tauchgang des ersten Tages.

Zur Abwechslung noch ein Napolen, auch ein jüngeres Exemplar, am Ende des 4. Tauchganges in Fakarava South Pass, dem ersten des 2. Tauchtages.

Der mini Barakkuda Schwarm war am Ende des 4. Tauchganges zu sehen, wenn die Barakkudas dann größer werden, schwimmen sie dann einzeln umher, meine Theorie ist ja, dass der letzte Barakkuda, alle anderen des Schwarms gefressen hat, aber ich bin mir sicher, dieser Theorie stimmt kein Meeresbiologe zu.

Der 5. Tauchgang, der Letzte des 2. Tages begann wieder mit einer Menge von Haien, am Außenriff von Fakarava North Pass, zu dem wir wieder zurück gefahren sind.

Den kleinen Ammenhai habe ich beim Schlafen gestört, er ist dann schliesslich ausgebüchst.

Der Bursche war der Abschluß des 5. Tauchganges am Fakarava North Pass, Außenriff, er kam plötzlich von hinten daher, durch Zufall habe ich ihn noch gesehen und auch noch glücklicherweise ein passables Foto geschossen.

Am Abend des ersten Tages sind wir dann noch in ein kleines Hotel am Fakarava South Pass gefahren, hinter dem Hotel wimmelt es nur so von Haien im seichten Wasser, das Bild ist etwas unscharf, da das Licht nicht mehr so gut war und die Haie natürgemäß nicht still halten.


Euer ultrafastfreddy von der French Polynesia Master, Tuamotu Archipel, Französisch Polynesien

3.3.17 19:00

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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Marion (5.3.17 09:51)
Na, bitte geht doch. Danke für die Haifotos

Wie wäre es noch mit einem großen Weißen?

Servus
Marion

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