Mein Weg nach Kona

Tagebuch eines Triathleten
 
 

Maledives Masters, TG 30

Liebe Leser,

an unserem letztem Tag auf der Maldives Masters stand nur noch ein Tauchgang auf dem Programm, da wir ja am nächsten Tag schon wieder im Flieger nach Hause saßen. Mittlerweile waren wir im Norden des Süd Male Atolls angekommen, Male war schon längst in Sichtweite. Mittlerweile gibt es ja schon Hochhäuser auf Male, das war vor 28 Jahren, als ich das erste Mal auf den Malediven war, noch nicht der Fall. Anscheinend investiert China sehr viel auf den Malediven, praktisch jede Großbaustelle ist von der "Bejing Company".

Unser letzter Tauchgang verlief unspektakulär, es sollte wieder ein Kanal sein, "Embudhoo Express" versprach Strömung mit Großfischen. Die Strömung blieb aus und somit auch die Großfische. Wie hielten uns praktisch den ganzen Tauchgang am "Embudhoo Thila" auf. Dort fanden wir auch diese beiden Muränen.

Der kleine Igelfisch war gerade mit Putzen beschäftigt, er wurde von einem kleinen Putzerfisch komplett servisiert. Leider zeigte er mir meistens sein Hinterteil, daher habe ich nur ein paar Fotos machen können. Der Blitz hat diesen Tauchgang auch wieder einmal gestreikt, mal ging er, mal nicht. Keine Ahnung, wo das Problem lag, ich werde es wahrscheinlich auch nicht herausfinde.

Zu guter Letzt sah Eva diese Netzmuräne noch frei schwimmen, als ich bei ihr ankam, hatte sie schon Schutz in einer Riffspalte gesucht. Aufgrund der Zeichnung und der helleren Färbung gibt sie ein bedeutend besseres Motiv, als die klassischen Braunen Muränen, ab.

Ok, das war es einmal vom Tauchen, nun war putzen und packen angesagt. Das Tauchequipment sollte von der Sonne schon getrocknet werden, das UW-Gehäuse hatte ich schon längst wieder im Pelicase verstaut.

Sophie hat jeden Tauchgang auf den beiden Whiteboards im Heck des Bootes dokumentiert. Da wurde alles verzeichnet, was von uns gesehen wurde. Natürlich hat nicht jeder von uns alles gesehen, was auf diesem Board verewigt wurde.

Am Abend sollte es dann eine Diashow geben, wo wir alle unsere Bilder dem Rest der Taucher zeigten, d.h. spätestens dann hätte jeder von uns alles gesehen, zumindest was fotografiert oder gefilmt wurde. Leider kam es zu diesem Abschluss der Tauchkreuzfahrt nicht. Die Engländer wollten unbedingt Rugby sehen, so wie es aussah spielte Schottland gegen England. zu diesem Zwecke hatten sie sich sogar eine Simkarte eines lokalen Providers besorgt, damit sie das Spiel per Internet streamen konnten. Nun ja, anscheinend war ich der Einzige, der Sophie überhaupt Fotos gegeben hatte, da also keine Interesse bestand, fiel dieser Teil der Kreuzfahrt eben aus. Aus meiner Sicht sehr schade, da ich mit meinen Fotos nicht zufrieden war, mich hätte interessiert, was die anderen Taucher so produziert hatten. Fast jeder hatte zumindest eine GoPro mit, d.h. da hätte es eigentlich genug Material für mehrere Abende geben müssen. Nach den Problemen mit dem Blitz, der ständigen Übergepäcks Diskussionen, hatten Eva und ich schon die Überlegung angestellt, es auch mit weniger Aufwand zu probieren, leider konnte ich nun nicht beurteilen, ob dies für mich eine Option darstellen würde.

Am Nachmittag ging es dann in den Hafen von Male, das Boot nahm für die nächste Tour Vorräte auf. Wir wurden dann am So. in der Früh um 06:00 mit dem Dohni in den Hafen von Hulule Airport gebracht, von dort ging es zum Flughafen und ab nach Hause.

Bilanz dieses Urlaubs war, es ist nicht alles Gold was glänzt. Vakurafalhi hat sich rehabilitiert, die Insel gehört zu den schönsten der Malediven, zumindest ist dies mein persönlicher Eindruck. Das Hotel ist nun nach ca. 10 Jahren schon ein bisschen abgewohnt, aber die Overwater Villa gefiehl uns sehr gut, die Italienische Küche war wirklich ausgezeichnet und die Prodivers Tauchbasis mit den Tauchplätzen des südlichen Süd Ari Atolls ist auf jeden Fall weiter zu empfehlen. Die Maledives Masters ist eigentlich ein Boot von Blue o Two, aktuell hatte sie noch nicht den Standard, den wir von Masters Liveaboards gewohnt waren. Das Kosten/Nutzen Verhältnis geht nicht ganz auf. An Sophie, Alberto und der Crew ist nichts auszusetzen, sie haben sich wirklich bemüht und ich hoffe, dass der Rest in Zukunft behoben wird.

Damit schließe ich diesen Urlaubsbericht ab und hoffe bald wieder Gelegenheit für eine Fortsetzung zu finden.


Euer ultrafastfreddy von der Maldives Masters, Malediven

1 Kommentar 18.3.18 11:35, kommentieren

Maledives Masters, TG 27-29

Liebe Leser,

dies war unser vorletzter Tauchtag. Es standen vier Tauchgänge am Programm, der letzte ein Nachtauchgang, den Eva und ich ausließen. Der erste Tauchgang fand wieder in einem Kanal statt, diesmal war die Strömung wieder stärker, also war einhaken mit dem Strömungshaken angesagt. Der Kanal war fast 30m tief, d.h. wir konnten nicht allzulange auf dieser Tiefen den Haien beim Frühstück zu sehen. Wir verlagerten deshalb unser Position mir schwindender Nullzeit auf die Nördliche Ecke, dort war dann allerdings nicht mehr so viel los.

Zu sehen gab es wieder Graue Riffhaie und Weißspitzenriffhaie. Der eine kam 4 mal relativ nahe an mich heran, ich konnte aber leider aufgrund der Strömung den Blitzarm nicht entfalten, sonst hätte ich mich nicht mehr gerade gegen die Strömung halten können, daher sind auch diese Haifotos ohne Blitz und ohne Rotfilter. Vielleicht wäre für so eine Situation eine GoPro doch keine schlechte Wahl. Wenn ich mir so ansehe, wie die anderen damit einfach Videos aufnehmen, d.h. problemlos, da die Kamera ja gerade gut in eine Handfläche passt. Einen Rotfilter bekommt man mit dem Gehäuse mit, d.h. ich gehe einmal davon aus, dass die Qualität der Videos nicht schlecht ist, zumindest hat mich das was ich bisher gesehen habe überzeugt.

Nach dem ersten Tauchgang verlegten wir unsere Position ins Süd Male Atoll, d.h. wir waren nun Male schon sehr nahe, zumindest am Horizont war es schon erkennbar.

Der zweite Tauchgang fand auf einem Tila statt, dort sollte die Strömung geringer sein, was aber nicht der Fall war. Dort gab es auch Großfische zu sehen, wir hangen aber wie Fahnen im Wind, keine Chance auf ein halbwegs gutes Foto. Um die beiden Adlerrochen tat es mir wirklich leid, die wurden aber gleich wieder von ein paar Haien verscheucht.

Der dritte Tauchgang fand dann auf einem Wrack statt. Nachdem die Horde weiter gezogen war, blieben Eva und ich noch eine Weile auf dem Wrack, damit ich noch ein paar Fotos ohne Flossen und Flaschen im Bild machen konnte.

Das Wrack liegt seit ca. 20 Jahren auf dem Grund, leider etwas tief für einen dritten Tauchgang. Außerdem darf man auf den Malediven ja mittlerweile nur mehr 30m tief tauchen, der Kiel liegt auf 38m, d.h. da war kein Foto vom Propeller drin.

Die Sicht war nicht so schlecht, wie man auf den Fotos erkennen kann. Die beiden habe ich in der Mitte des Wracks aufgenommen, einmal mit Blick zum Heck und dann zum Bug.

Die Details des Wracks hatte ich zuerst fotografiert, d.h. da schwamm immer wieder einer unserer Kollegen durchs Bild. Rücksicht hatte keiner genommen, ich habe selten so einen undiziplinierten Haufen beim Tauchen zusehen können. Da praktisch niemand auf irgendwen Rücksicht nahm, eigentlich jeder 2. eine Kamera in der Hand, auf einem Stick oder auf der Maske montiert hatte und nur auf sich und seine Videos/Fotos bedacht war.

Dazu kam, dass nur einige der Taucher auch sauber tariert waren und kontrolliert geschwommen sind. Die Meisten wirbelten mit den Flossen Sedimente auf.

Die Aufbauten des Wracks sind mittlerweile nach ca. 20 Jahren mit Schwämmen und Korallen zugewachsen.

Im hinteren Drittel ist noch die Brücke erkennbar, einen Blick hinein habe ich mir erspart.

Auf dem Peildeck ist auch nicht mehr viel erkennbar, aber ich nehme an, alle Antennen sind mittlerweile dem Zahn der Zeit zum Opfer gefallen, bzw. abgebrochen oder entfernt worden.

Die Ankewinsch ist auch nicht mehr vorhanden, zumindest würde ich sagen, dies was übrig ist, ist nur das Fundament derselben.

Die Nockbrücken sind ebenfalls kaum mehr vorhanden, der Großteil ist schon weg gebrochen.

Die Schwämme und Korallen sind relativ farbenprächtig, was ohne weißes Licht auf der Tiefe nicht erkennbar ist.

Eva hat mich auf den kleinen Rotfeuerfisch aufmerksam gemacht, der versuchte sich zwischen den Korallen am Rumpf zu verstecken.

Direkt neben dem Wrack liegt ein Thila, welches wir nach dem Wrack erkundeten. Kurz vor dem Auftauchen habe ich die wahrscheinlich dichtest besiedelte Anemone dieses Thilas entdeckt. Auf dem Foto sind nicht alle Clownfische der Familie sichtbar, die ganz kleinen hatten sich versteckt.

Ok, dies war nun unser vorletzter Tauchtag, am Samstag ist nur noch ein Tauchgang am Morgen möglich, damit wir 24h vor dem Rückflug in die Heimat noch Zeit zum Entsättigen haben.


Euer ultrafastfreddy von der Maldives Masters, Malediven

1 Kommentar 16.3.18 13:30, kommentieren

Maledives Masters, TG 24-26

Liebe Leser,

der erste Tauchgang des Tages führte uns zum gleichen Kanal wir gestern Abend. Die Sonne kam nun von der Vorderseite und schien auf die Weichkorallen, die auf diesem Tauchplatz sehr häufig waren. Sie hingen von der Decke der Überhänge, durch die man teilweise durchsehen konnte, d.h. es waren teilweise kleine Höhlen, die durch Erosion entstanden sind.

In der Riffwand, die sehr steil abfällt, sind mehrere Übergänge auf verschiedenen Höhen, ihnen gemeinsam ist, dass sie an der Decke mit den Weichkorallen bewachsen sind, der Boden besteht aus Korallensand, wo wiederum teilweise Korallenstöcke stehen.

Auf dem Riffdach, bzw. im Kanal, stehen hauptsächlich Hornkorallen, diese geben farblich nicht so viel her.

Der orangefarbene Fisch ist ein Geisterpfeifenfisch. Wir fanden ihn in einem Korallenstock unter einem der Überhänge. Alberto hat ihn gefunden, ohne Lampe wäre er nicht zu sehen gewesen.

Vor dem Riff, bzw. dem Kanaleingang patrullierten wieder Graue Riffhaie. Dieser war nahe genug, dass der Blitz noch ein bisschen Wirkung zeigte, normalerweise schalte ich den Blitz aus, wenn das Motiv weiter weg ist.

Beim letzten Tauchgang des Tages hatten wir echt Glück, zuerst kamen mehrere Graue Riffhaie vorbei, ich hatte diesmal das Glück ganz vorne am Eingang des Kanals zu sein und konnte die Gruppe aufnehmen.

Das Highlight des letzten Tauchganges waren allerdings diese beiden Adlerrochen. Es waren nicht mehr alle Taucher in der Nähe und ich hatte das Glück, dass die ganz nahe an mir vorüber ins Blauwasser schwammen. Leider war ich für eine Frontalaufnahme nicht nahe genug dran, aber so nahe waren wir bisher nur dem kleinen Adlerrochen Baby gekommen.

Der vierte Tauchgang des Tages war ein Nachttauchgang, der einzige der Tour, den Eva und ich ausließen.

Morgen stehen noch drei Tauchgänge am Programm, das sind dann unsere Letzten auf dieser Tour.


Euer ultrafastfreddy von der Maldives Masters, Malediven

1 Kommentar 15.3.18 14:32, kommentieren