Mein Weg nach Kona

Tagebuch eines Triathleten
 
 

Maledives Masters, TG 21-23

Liebe Leser,

am Morgen nach dem ersten Tauchgang verlegten wir das Boot in das nächtste Atoll. Dabei wurden wir von einem weiterem Safariboot verfolgt

Wie sich dann später unter Wasser heraus stellte, ist das andere Boot primär von Japanern gebucht worden. Leider hatten wir einen gemeinsamen Tauchgang, wo wir zumindest eine Gruppe unter Wasser getroffen haben.

Zwei Oktopusse gemeinsam beim "Händchen halten" habe ich so auch noch nicht gesehen, bei unserem 2. Tauchgang war dies der Fall, wie das Foto belegt. Interessanter Weise veränderten die beiden Oktopusse ihre Färbung kaum. Wir kamen dann nach einer kleinen Runde, bzw. einem Blick hinter die nächste Kante, wieder zurück, die Beiden hielten noch immer Händchen und sahen praktisch so aus wie zuvor, obwohl sie sich mittlerweile an einer anderen Stelle des Riffes befanden, wo sich auch der Untergrund geändert hat. Normalerweise passen sie sich gleich an den Untergrund an, daher sind sie nicht so einfach zu entdecken. Die Beiden aber spazierten munter durchs Riff.

Dieser Rotfeuerfisch war unter einem Überhang, daher ist das Bild etwas dunkel ausgefallen. Die Sicht in der kleinen Höhle war auch nicht mehr so besonders, da ich nicht der erste Taucher war, der versuchte den Fisch zu fotografieren.

Dieser 2. Rotfeuerfisch war etwas kleiner und hang kopfüber in einer Spalte. So richtig frei schwimmend bekommt man Rotfeuerfische nur selten zu sehen. Da sie durch ihre Form auch nicht so beweglich sind, bei praktisch jedem Tauchgang war auch eine Strömung, halten sie sich meist in geschützten Bereichen des Riffes auf. Dadurch sind sie zwar relativ leicht zu finden, aber zu fotografieren ist nicht so einfach, sie drehen sich eigentlich immer weg und man bekommt dann nur das Hinterteil bzw. den Rücken auf den Sensor.

Diese beiden Muränen waren auch ein Glücksfall. Ich habe zwar schon öfter zwei oder sogar drei Muränen in einer Spalte gesehen, aber das waren immer dann 2 oder 3 Gleiche. Hier sind zwei verschiedene Muränen die beide in der gleichen kleinen Höhle Schutz gesucht haben. Anscheinend vertragen sie sich, zumindest machte es einen harmonischen Eindruck.

Beim 3. Tauchgang am Nachnachmittag ging es wieder um einen Kanal, bzw. den Eingang desselben. Das Riff fiel steil ab, weit mehr als 30m und war mit Überhängen übersäht. In diesen Über waren wunderschöne Weichkorallen. Leider habe ich nur einen Blitz, mit zwei hätte ich einen größeren Bereich ausleuchten können. Unter Wasser auf 25m sieht man die Farben der Korallen kaum, auf dem Foto entfaltet sich dann die Farbenpracht.

Zum Abschluß der 3. Tauchganges kamen dann noch ein paar Graue Riffhaie vorbei. Ein Teil der Gruppe hat einen Hammerhai am Kanaleingang im Blauwasser gesehen. Ich hoffe morgen kommt er dann in der Früh nochmal vorbei, da wir dann noch einen Tauchgang in diesem Kanal machen werden.

Zum Abschluß des Tages gab es ein Barbequeue am Heck des Bootes.


Euer ultrafastfreddy von der Maldives Masters, Malediven

15.3.18 14:30, kommentieren

Maledives Masters, TG 18-20

Liebe Leser,

wie jeder andere Tag auch auf dieser Reise, begann dieser mit einem Sonnenaufgang. Da wir für den ersten Tauchgang relativ früh aufstanden, konnte ich noch schnell einen Schnappschuß vom Sonnenaufgang machen.

Leider war ich eine Spur zu spät, die Sonne war schon etwas zu hoch gestiegen, die Farbe der Wolken war nur noch gelblich. Das Tauchdohni lag längsseits, wie man unschwer erkennen kann.

Der erste Tauchgang war auf einer Ecke eines Kanals, wobei das Riff sich weit über die Kante hinaus zog. Wir sprangen ins Blauwasser und näherten uns von Süden her dem Kanal, folgtem dem Riff ein bisschen gegen die Strömung und schwammen dann auf der südlichen Innenseite des Kanals in das Atoll, wo wir dann vom Dohni wieder aufgesammelt wurden. Bei so einem Strömungstauchgang wurden die Gruppen immer sehr aus einander gerissen, da kann es dann schon mal vorkommen, dass man 20min im Wasser an der Oberfläche auf das Dohni warten muss. Auch die Strecken die zurückgelegt werden sind höchst unterschiedlich. Teilweise wurden wir um hunderte Meter verstreut wieder aufgefischt. Eva und ich sind meistens bei den letzten dabei, wenn wir nicht die allerletzten sind, da wir die Tauchzeit von einer Stunden meistens voll ausnutzen. Was natürlich auch mit dem Gasverbrauch zu tun hat. Es sind einige Taucher dabei, die relativ viel verbrauchen, da gehen sich dann auch nur kürzere Tauchgänge aus. Bei diesem ersten Tauchgang hatten wir größere Schwärme von allerlei Fischen, in diesem Bild sind einige Süßlippen abgelichtet.

Muränen haben wir wieder einige gesehen, diese ist am meisten verbreitet, in klassischem Braun gehalten.

Der Igelfisch war der erste den ich heuer fotografierte, alle anderen waren zu klein für das Weitwinkel. Der kleinsten den ich sah, hatte ca. 2cm Länge.

Diese Muräne war bedeutend kleiner als die Erste, außerdem war sie gelb gezeichnet. Das war auch die Einzige die ich in dieser Färbung bisher sah.

Die Clownfische sind nicht weit, wenn es Annemonen gibt. Diese Familie war in schwarz gehalten, das Junge hat sich immer versteckt, wenn ich auf den Auslöser gedrückt hatte, so sind immer nur die Eltern im Bild.

Der 3. Tauchgang des Tages war dann eine Katastrophe. Die Idee war ins Blauwasser zu springen und die linke Ecke des Kanaleinganges anzupeilen. Die Strömung war relativ stark Atoll einwärts, dann wollten wir so lange wir möglich auf dieser Ecke verweilen, da dort die Korallen am schönsten waren und sich auch die meisten Fische in diesem Bereich aufhielten. Aber es kam etwas anders, wir verpassten die Ecke und kamen erst ca. 50m strömungsabwärts ans Außenriff. Von dort arbeiteten wir uns dann gegen die Strömung bis zu dieser Ecke vor. Das Ganze spielte sich auf ca. 25m ab, d.h. bei 3,5bar Umgebungsdruck verbraucht man ordentlich Gas bei einem offenen System. Kurze Schreibe langer Sinn, außer Spesen nichts gewesen. Wir haben praktisch nichts gesehen, außer eine Menge verschreckter Riffbewohner, wie z.B. Muränen und Steinfische, von den klassischen Rifffischen ganz zu schweigen, die waren sichtlich davon irritiert, dass wir uns durchs Riff hantelten. Am Kanaleingang waren einige größere Fische, aber wirklich viel davon haben wir nicht gesehen.

Am Abend, kurz vor Sonnenaufgang, gab es dann noch einen Landgang auf einer unbewohnten Insel. Mit unbewohnt meine ich natürlich ohne menschlicher Bewohnung. Die Insel war fest in Krabbenhand, man musste aufpassen um nicht aus versehen auf eine Krabbe zu treten, die mit Ihren Behausungen über den Sand wandelten. Die größeren sind da kein Problem, die sind schnell genug, aber die Kleineren die normalerweise eine Muschel als Wohnung mit sich herumtragen, sind da eher gefährdet.

Die Insel war zu einem Drittel nur eine Sandbank, auf den anderen beiden Dritteln wuchsen Büsche. Unsere Crew verschwand im Dickicht, keine Ahnung was sie da trieben, sie kamen ca. 45min später wieder, hatten aber keine Kokusnüsse oder etwas anderes dabei. Das was wirklich deprimierend war, die Umweltverschmutzung macht auch vor unbewohnten Inseln nicht hat. Am Strand lagen Plastikflaschen, Kanister und anderer Müll, den das Meer dort angespült hat. Im Inneren der Insel gab es ein Art Müllhalde. Wir rätselten, ob diese dadurch zustande kam, da dort gezielt Müll abgeladen wurde oder ob es einfach der angespülte Müll war, den jemand dort deponiert hatte, damit er zumindest den Strand nicht verunstaltete.

Der primäre Grund für den Ausflug war jedoch der Sonnenuntergang. Natürlich habe ich da bei der Entwicklung der Bilder ein bisschen nach geholfen, aber ich kann Euch versichern, er war wirklich schön.

Natürlich habe ich auch ein paar Fotos mit dem Fischauge gemacht, ich finde es einfach interessant, einen Strand mit untergehender Sonne mal in anderer Perspektive zu sehen.

Morgen stehen dann wieder 3 Tauchgänge am Programm, mal sehen was diese zu bieten haben.


Euer ultrafastfreddy von der Maldives Masters, Malediven

1 Kommentar 14.3.18 09:13, kommentieren

Maledives Masters, TG 15-17

Liebe Leser,

die Querung zwischen den Atollen war wieder ruppig. Lt. Wetterbericht fuhren wir direkt in ein Schlechtwettergebiet, d.h. einen Tiefdruckwirbel. Alberto wollte uns das Satellitenbild auf dem Fernseher zeigen, dies bedeutete wieder 2 Tage mehr Wind und Regen. Eigentlich ein für die Saison, es sollte Trockenzeit sein, unübliches Wetter. Zum Glück hat Donald T. den Klimawandel als nicht existent bezeichnet, wenn das Mr. President sagt, wird es doch wohl stimmen.

Der erste Tauchgang war wieder einmal am Eingang eines Kanals, der in der Mitte diesmal ein kleines Riff hatte, welches bis fast an die Wasseroberfläche reichte. Dadurch war der Kanal eigentlich in zwei Kanäle geteilt. Wir sprangen wieder einmal ins Blaue und trieben mit der moderaten Strömung auf den Eingang des Kanals zu, bzw. auf das Riff nördlich vom Kanaleingang. Somit war es eigentlich ein Strömungstauchgang an einem Aussenriff. Dabei machte ich die bisher ersten Fotos eines Rotfeuerfisches auf dieser Reise, was eigentlich unüblich ist, das es hier normal sehr viele davon zu sehen gib.

Beide Bilder entstanden mit dem Weitwinkel, d.h. ich musste sehr nahe ran, was immer dazu führt, dass der Fisch einem das Hinterteil zeigt.

Die Clownfische zu fotografieren war ebenfalls eine Herausforderung, die Kleinen halten einfach nicht still. D.h. es ist mehr oder weniger Zufall da ein gutes Bild zu machen. Hier auf den Malediven gibt es Schwarze mit weißen Streifen und orangefarbene mit weißen Streifen. Eine der beiden Arten gibt es nur hier, aber ich vergesse immer wieder welche das sind. Ich glaube es sind die Orangenen mit weißen Streifen, aber sicher bin ich mir nicht.

Muränen gibt es auch sehr viele, tagsüber halten sie sich in Spalten im Riff auf, in der Nacht schwimmen sie dann jagend durchs Riff. Hin und wieder sieht man auch tagsüber eine frei schwimmende Muräne, das ist aber eher selten. Muränen sind dankbare Motive, da sie brav in der Höhle warten und sich nicht viel bewegen. Auch hier musste ich sehr nahe ran, damit die Muräne halbwegs ins Bild kommt.

Die beiden letzten Tauchgänge des Tages waren dann auf einem Manta Point, das ist ein Felsen der als Putzstation dient, er liegt in einem der Kanäle auf moderaten 15m. D.h. man kann dort getrost den ganzen Tauchgang verbringen, ohne Probleme mit der Nullzeit oder dem Gasverbrauch zu haben. Beim ersten Tauchgang war genau ein Manta am Felsen, der nur kurz blieb und dann verschwand. Nach ca. 15min kamen dann andere Taucher zum Felsen und gesellten sich zu uns. Mit der Zeit wurden es immer mehr Taucher, Mantas kamen keine mehr. Beim Auftauchen wurde uns bewußt, dass insgesamt 4 Safariboote zugleich an diesem Tauchplatz waren. Zum Glück waren wir die ersten, sonst hätten wir bei diesem Tauchgang keinen Manta gesehen.

Beim zweiten Tauchgang am Manta Point blieben wir alleine, die anderen Boote fuhren in der Zwischenzeit weiter. Wieder zeigte sich beim Abtauchen ein Manta, der bald darauf das Weite suchte. Dann passierte einmal rund 40min lang nichts. Als sich unsere Gruppe nach und nach aufmachte, den Tauchgang im Kanal fort zusetzen, blieben dann schließlich nur Eva und ich über. Wir harrten weiter der Dinge die da kommen mögen. Zuerst kam ein relativ stattlicher Stachelrochen vorbei, er schwamm aber einfach mit der Strömung, die beim zweiten Tauchgang um einiges stärker war, vorbei. Ich konnte gerade ein paar mal den Auslöser drücken, dann war er schon wieder vorbei.

Ein paar Minuten später kam ein weiterer Taucher unserer Gruppe zu uns, also waren wir zu dritt. Als ich dann Eva signalisierte, dass unsere Tauchzeit bereits 55 Minuten betrug und wir uns langsam ans Auftauchen machen sollten, kam plötzlich gegen die Strömung ein Manta an. Zu diesem gesellte sich dann bald darauf ein zweiter, wie man auf dem Bild erkennen kann. Die Beiden schwammen dann eine Zeit um den Felsen herum, bis wir schließlich dann doch mit etwas Verspätung den Tauchgang beendeten.

Fazit des Tages war, dass 20 Taucher an einer Putzerstation einfach zu viel sind, sobald der Trubel vorüber war, kamen die Mantas zurück, zum Glück hatten wir genug Geduld.


Euer ultrafastfreddy von der Maldives Masters, Malediven

1 Kommentar 12.3.18 17:19, kommentieren