Mein Weg nach Kona

Tagebuch eines Triathleten
 
 

Flughafen Wien

Liebe Leser,

dieses Mal begeben wir uns wieder auf die Malediven, wie der Titel des Blogs Euch schon vermuten ließ. Heuer haben wir, im Gegensatz zu unserer letzten Maldiven Reise, einen reinen Inselaufenthalt gebucht. Da wir letztes Jahr doch ein bisschen von der Tauchkreuzfahrt enttäuscht waren. Einerseits waren wir vielleicht auch ein bisschen durch die Reise mit der French Polynesia Master verwöhnt, wir haben uns einfach den Standard der FPM erwartet, andererseits lag es daran, dass aktuell wahrscheinlich zu viele Tauchkreuzfahrtboote auf den Malediven unterwegs sind. Bedingt durch die politische Lage in Ägypten, wurden sehr viele, wenn nicht alle, Boote von Ägypten auf die Malediven überstellt. Aktuell sind es sicher mehr als 150 Boote, daher ist die Routenplanung auch nicht so einfach, vorallem wenn man möglichst exklusiv einen Tauchspot betauchen möchte. Wenn dann tlw. mehr als 5 Boote zugleich am selben Spot sind, fragt man sich als buchender Kunde, warum bin ich nicht einfach auf der Insel geblieben? Die Tauchplätze im südlichen Teil der Malediven waren durchwegs nicht besser, tlw. sogar unter dem Niveau der Tauchplätze im Süd Ari Atoll, daher entschlossen wir uns heuer nur auf Angaga zu bleiben, für volle 3 Wochen. Die Tauchplätze werden uns sicher nicht ausgehen, rund um Angaga sind ca. 40 Tauchspots, die von der Sub Aqua Basis angefahren werden, d.h. für 3 Wochen gibt es sicher genug Abwechslung für uns. Da das Süd Ari Atoll meiner Meinung nach auch einige der schönsten Spots auf den Malediven beherbergt, bin ich sicher, dass wir nicht enttäuscht werden.

Die Planung und Vorbereitung hat sich relativ problemlos gestaltet, d.h. ein paar kleine Herausforderungen hatten wir doch zu meistern. So wie immer standen wir vor der Frage, wie wir unser Gepäck organisieren. Die Tauchausrüstungen und das Foto Equipment waren wie immer der Knackpunkt. Wie auch schon letztes Jahr haben wir 2 Gepäckstücke a 23kg includiert, dazu 2 Handgepäckstücke zu je 8kg. Der Aufpreis für ein Sportgepäckstück hat sich gegenüber dem letzen Jahr verdoppelt, d.h. heuer beträgt er €200,- für eine Tauchausrüstung mit bis zu 32kg. Daher sind wir heuer wieder mit nur einem Tauchgepäckstück unterwegs, dieses ist bis 2 Tage vor Abflug zu registrieren. Das haben wir auch am Do. Abend über die Hompage von Austrian Airlines vergeblich versucht. Die Abflugdaten konnte man einfach nicht im Formular korrekt eingeben, immer wenn man das Eingabefeld verließ, wurde das Datum auf 16.02.19 korrigiert und zugleich als fehlerhaft angezeigt. Nach mehrmaligen Fehlversuchen haben wir es aufgegeben und versucht das Sportgepäckstück telefonisch zu registrieren. Das ging am Abend natürlich nicht mehr, als verfassten wir eine E-Mail, mit allen uns zur Verfügung stehenden Daten unserer Flüge. Was prompt am Fr. Vormittag zu einer Anwort E-Mail von Austrian führte, in der wir nach uns unbekannten Flugdaten gefragt wurden. Langer Schreibe kurzer Sinn, nach zwei längeren Telefonaten konnten wir dann schließlich in dieser Sache einen Erfolg verbuchen, unser Tauchrucksack wurde als Sportgepäckstück akzeptiert. Für mich stellt sich allerdings die Frage, warum das alles so kompliziert sein muss? Wenn ich da an meinen Flug nach Neuseeland denke, da habe ich kein zusätzliches Gepäck angegeben, bin einfach mit Koffer, Radkoffer und Handgepäck beim Check-In angekommen und konnte nach längerem Umpacken dann mit nur einer minimalen Aufzahlung für das Sportgepäck die Reise in Angriff nehmen, das könnt Ihr in meinem ersten Blogbeitrag nachlesen.

Der Check-In war dann für uns auch neu, um Gepäckstücke aufgeben zu können, muss man sich nun selbst am Flughafen die dazugehörigen Aufkleber ausdrucken, d.h. man pilgert mit der Bordkarte zu einem kleinen Gerät und scannt den QR-Code, dann wird der Aufkleber gedruckt, den man dann an seinem Gepäckstück appliziert. Man könnte nun sagen, dass dies Personal sparen würde, da ja der Fluggast einen weiteren Teil des Check-In selbst erledigt. Die Bordkarte hat man ja schon per Check-In übers das Internet bekommen, also ist nur mehr die Abgabe des Gepäcks notwendig. An unser Sportgepäck hat man aber dabei nicht gedacht, das mussten wir zum Großgepäckschalter bringen, dort wurde der Aufkleber dann wieder wie bisher durch das Personal gedruckt, nach Bezahlung der €200,- an einem anderen Schalter wurde es schließlich für den Transport frei gegeben. Meiner Meinung nach waren nur ein paar Schalter weniger geöffnet als sonst, am Sa. Abend ist auch kein so großes Verkehrsaufkommen, da fliegen nicht so viele Flieger ab, aber an jedem Schalter waren zumindest 2 Personen, so wie bisher eigentlich auch. D.h. wahrscheinlich hat die Investition in die Check-In Automaten und die Gepäckstückaufkleberdruck Automaten mehr gekostet, als an Personalkosten gespart werden kann. Aber die Automatisierung und Digitalisierung schreitet auch hier voran.

Im weiteren Blog werde ich Euch von unseren Tauchgängen und natürlich auch von der Insel oder evtl. Ausflügen unterrichten. Auf Drängen meiner Arbeitskollegen habe ich mir auch noch einen Instagram Zugang eingerichtet. Mein Benutzername ist natürlich "ultrafastfreddy". Eine Neuerung gegenüber den bisherigen Blogs wird sein, dass Eva mit einer GoPro Hero 7 Black unter Wasser unterwegs sein wird. Aufgrund der Erfahrung der letzen beiden Reisen haben wir uns entschlossen, es auch einmal zu probieren. Die Qualität der Videos, die wir von den Mitreisenden gesehen haben, war ausgesprochen gut, auf jeden Fall in Relation zu dem Aufwand der damit zusammen hängt. Das Teil ist wirklich winzig und mit den Rotfiltern erwarten wir uns unter Wasser auch ohne aufwändige Videoleuchten noch eine passable Farbwiedergabe. D.h. wir sind schon beide gespannt, wie die Videos von Eva werden, auf jeden Fall habe eine extra 1 TB portable Festplatte mit, nur für die anfallenden Videodaten.

Ok, wir sind nun am Flughafen kurz vor dem Abflug und ich hoffe wir kommen in ca. 10h dann in deutlich wärmeren Gefilden auf den Malediven an. Bis dahin wünsche ich Euch alles Gute und hoffe Euch nicht schon mit dem ersten Beitrag zu sehr gelangweilt zu haben.


Euer ultrafastfreddy VIE, Österreich

16.2.19 19:05, kommentieren

Maledives Masters, TG 30

Liebe Leser,

an unserem letztem Tag auf der Maldives Masters stand nur noch ein Tauchgang auf dem Programm, da wir ja am nächsten Tag schon wieder im Flieger nach Hause saßen. Mittlerweile waren wir im Norden des Süd Male Atolls angekommen, Male war schon längst in Sichtweite. Mittlerweile gibt es ja schon Hochhäuser auf Male, das war vor 28 Jahren, als ich das erste Mal auf den Malediven war, noch nicht der Fall. Anscheinend investiert China sehr viel auf den Malediven, praktisch jede Großbaustelle ist von der "Bejing Company".

Unser letzter Tauchgang verlief unspektakulär, es sollte wieder ein Kanal sein, "Embudhoo Express" versprach Strömung mit Großfischen. Die Strömung blieb aus und somit auch die Großfische. Wie hielten uns praktisch den ganzen Tauchgang am "Embudhoo Thila" auf. Dort fanden wir auch diese beiden Muränen.

Der kleine Igelfisch war gerade mit Putzen beschäftigt, er wurde von einem kleinen Putzerfisch komplett servisiert. Leider zeigte er mir meistens sein Hinterteil, daher habe ich nur ein paar Fotos machen können. Der Blitz hat diesen Tauchgang auch wieder einmal gestreikt, mal ging er, mal nicht. Keine Ahnung, wo das Problem lag, ich werde es wahrscheinlich auch nicht herausfinde.

Zu guter Letzt sah Eva diese Netzmuräne noch frei schwimmen, als ich bei ihr ankam, hatte sie schon Schutz in einer Riffspalte gesucht. Aufgrund der Zeichnung und der helleren Färbung gibt sie ein bedeutend besseres Motiv, als die klassischen Braunen Muränen, ab.

Ok, das war es einmal vom Tauchen, nun war putzen und packen angesagt. Das Tauchequipment sollte von der Sonne schon getrocknet werden, das UW-Gehäuse hatte ich schon längst wieder im Pelicase verstaut.

Sophie hat jeden Tauchgang auf den beiden Whiteboards im Heck des Bootes dokumentiert. Da wurde alles verzeichnet, was von uns gesehen wurde. Natürlich hat nicht jeder von uns alles gesehen, was auf diesem Board verewigt wurde.

Am Abend sollte es dann eine Diashow geben, wo wir alle unsere Bilder dem Rest der Taucher zeigten, d.h. spätestens dann hätte jeder von uns alles gesehen, zumindest was fotografiert oder gefilmt wurde. Leider kam es zu diesem Abschluss der Tauchkreuzfahrt nicht. Die Engländer wollten unbedingt Rugby sehen, so wie es aussah spielte Schottland gegen England. zu diesem Zwecke hatten sie sich sogar eine Simkarte eines lokalen Providers besorgt, damit sie das Spiel per Internet streamen konnten. Nun ja, anscheinend war ich der Einzige, der Sophie überhaupt Fotos gegeben hatte, da also keine Interesse bestand, fiel dieser Teil der Kreuzfahrt eben aus. Aus meiner Sicht sehr schade, da ich mit meinen Fotos nicht zufrieden war, mich hätte interessiert, was die anderen Taucher so produziert hatten. Fast jeder hatte zumindest eine GoPro mit, d.h. da hätte es eigentlich genug Material für mehrere Abende geben müssen. Nach den Problemen mit dem Blitz, der ständigen Übergepäcks Diskussionen, hatten Eva und ich schon die Überlegung angestellt, es auch mit weniger Aufwand zu probieren, leider konnte ich nun nicht beurteilen, ob dies für mich eine Option darstellen würde.

Am Nachmittag ging es dann in den Hafen von Male, das Boot nahm für die nächste Tour Vorräte auf. Wir wurden dann am So. in der Früh um 06:00 mit dem Dohni in den Hafen von Hulule Airport gebracht, von dort ging es zum Flughafen und ab nach Hause.

Bilanz dieses Urlaubs war, es ist nicht alles Gold was glänzt. Vakurafalhi hat sich rehabilitiert, die Insel gehört zu den schönsten der Malediven, zumindest ist dies mein persönlicher Eindruck. Das Hotel ist nun nach ca. 10 Jahren schon ein bisschen abgewohnt, aber die Overwater Villa gefiehl uns sehr gut, die Italienische Küche war wirklich ausgezeichnet und die Prodivers Tauchbasis mit den Tauchplätzen des südlichen Süd Ari Atolls ist auf jeden Fall weiter zu empfehlen. Die Maledives Masters ist eigentlich ein Boot von Blue o Two, aktuell hatte sie noch nicht den Standard, den wir von Masters Liveaboards gewohnt waren. Das Kosten/Nutzen Verhältnis geht nicht ganz auf. An Sophie, Alberto und der Crew ist nichts auszusetzen, sie haben sich wirklich bemüht und ich hoffe, dass der Rest in Zukunft behoben wird.

Damit schließe ich diesen Urlaubsbericht ab und hoffe bald wieder Gelegenheit für eine Fortsetzung zu finden.


Euer ultrafastfreddy von der Maldives Masters, Malediven

1 Kommentar 18.3.18 11:35, kommentieren

Maledives Masters, TG 27-29

Liebe Leser,

dies war unser vorletzter Tauchtag. Es standen vier Tauchgänge am Programm, der letzte ein Nachtauchgang, den Eva und ich ausließen. Der erste Tauchgang fand wieder in einem Kanal statt, diesmal war die Strömung wieder stärker, also war einhaken mit dem Strömungshaken angesagt. Der Kanal war fast 30m tief, d.h. wir konnten nicht allzulange auf dieser Tiefen den Haien beim Frühstück zu sehen. Wir verlagerten deshalb unser Position mir schwindender Nullzeit auf die Nördliche Ecke, dort war dann allerdings nicht mehr so viel los.

Zu sehen gab es wieder Graue Riffhaie und Weißspitzenriffhaie. Der eine kam 4 mal relativ nahe an mich heran, ich konnte aber leider aufgrund der Strömung den Blitzarm nicht entfalten, sonst hätte ich mich nicht mehr gerade gegen die Strömung halten können, daher sind auch diese Haifotos ohne Blitz und ohne Rotfilter. Vielleicht wäre für so eine Situation eine GoPro doch keine schlechte Wahl. Wenn ich mir so ansehe, wie die anderen damit einfach Videos aufnehmen, d.h. problemlos, da die Kamera ja gerade gut in eine Handfläche passt. Einen Rotfilter bekommt man mit dem Gehäuse mit, d.h. ich gehe einmal davon aus, dass die Qualität der Videos nicht schlecht ist, zumindest hat mich das was ich bisher gesehen habe überzeugt.

Nach dem ersten Tauchgang verlegten wir unsere Position ins Süd Male Atoll, d.h. wir waren nun Male schon sehr nahe, zumindest am Horizont war es schon erkennbar.

Der zweite Tauchgang fand auf einem Tila statt, dort sollte die Strömung geringer sein, was aber nicht der Fall war. Dort gab es auch Großfische zu sehen, wir hangen aber wie Fahnen im Wind, keine Chance auf ein halbwegs gutes Foto. Um die beiden Adlerrochen tat es mir wirklich leid, die wurden aber gleich wieder von ein paar Haien verscheucht.

Der dritte Tauchgang fand dann auf einem Wrack statt. Nachdem die Horde weiter gezogen war, blieben Eva und ich noch eine Weile auf dem Wrack, damit ich noch ein paar Fotos ohne Flossen und Flaschen im Bild machen konnte.

Das Wrack liegt seit ca. 20 Jahren auf dem Grund, leider etwas tief für einen dritten Tauchgang. Außerdem darf man auf den Malediven ja mittlerweile nur mehr 30m tief tauchen, der Kiel liegt auf 38m, d.h. da war kein Foto vom Propeller drin.

Die Sicht war nicht so schlecht, wie man auf den Fotos erkennen kann. Die beiden habe ich in der Mitte des Wracks aufgenommen, einmal mit Blick zum Heck und dann zum Bug.

Die Details des Wracks hatte ich zuerst fotografiert, d.h. da schwamm immer wieder einer unserer Kollegen durchs Bild. Rücksicht hatte keiner genommen, ich habe selten so einen undiziplinierten Haufen beim Tauchen zusehen können. Da praktisch niemand auf irgendwen Rücksicht nahm, eigentlich jeder 2. eine Kamera in der Hand, auf einem Stick oder auf der Maske montiert hatte und nur auf sich und seine Videos/Fotos bedacht war.

Dazu kam, dass nur einige der Taucher auch sauber tariert waren und kontrolliert geschwommen sind. Die Meisten wirbelten mit den Flossen Sedimente auf.

Die Aufbauten des Wracks sind mittlerweile nach ca. 20 Jahren mit Schwämmen und Korallen zugewachsen.

Im hinteren Drittel ist noch die Brücke erkennbar, einen Blick hinein habe ich mir erspart.

Auf dem Peildeck ist auch nicht mehr viel erkennbar, aber ich nehme an, alle Antennen sind mittlerweile dem Zahn der Zeit zum Opfer gefallen, bzw. abgebrochen oder entfernt worden.

Die Ankewinsch ist auch nicht mehr vorhanden, zumindest würde ich sagen, dies was übrig ist, ist nur das Fundament derselben.

Die Nockbrücken sind ebenfalls kaum mehr vorhanden, der Großteil ist schon weg gebrochen.

Die Schwämme und Korallen sind relativ farbenprächtig, was ohne weißes Licht auf der Tiefe nicht erkennbar ist.

Eva hat mich auf den kleinen Rotfeuerfisch aufmerksam gemacht, der versuchte sich zwischen den Korallen am Rumpf zu verstecken.

Direkt neben dem Wrack liegt ein Thila, welches wir nach dem Wrack erkundeten. Kurz vor dem Auftauchen habe ich die wahrscheinlich dichtest besiedelte Anemone dieses Thilas entdeckt. Auf dem Foto sind nicht alle Clownfische der Familie sichtbar, die ganz kleinen hatten sich versteckt.

Ok, dies war nun unser vorletzter Tauchtag, am Samstag ist nur noch ein Tauchgang am Morgen möglich, damit wir 24h vor dem Rückflug in die Heimat noch Zeit zum Entsättigen haben.


Euer ultrafastfreddy von der Maldives Masters, Malediven

1 Kommentar 16.3.18 13:30, kommentieren