Mein Weg nach Kona

Tagebuch eines Triathleten
 
 

Vakarufalhi, TG 4 & 5

Liebe Leser,

am 4. Tag unseres Aufenthaltes auf Vakarufalhi stand wieder einmal Tauchen auf dem Programm. Es waren 2 Tauchgänge zum Manta Spot geplant. Dieser liegt in der Nähe vom Conrad Hilton Rangali, am Westrand des Süd Ari Atolls.

Manta Spots gibt es unterschiedliche, eine Möglichkeit Mantas zu sehen ist in einem Kanal, wo man sich auf den Grund begibt und auf die Mantas wartet. So ein Manta Spot ist z.B. der Nördliche Kanal des Addu Atolls in Gan. Hier, in der Nähe des Conrad Hilton Rangali gibt es ein längeres Riff mit einem seichten, flachen Riffdach, wie geschaffen für eine Putzerstation. Dabei findet man sich ebenfalls am Grund ein, in diesem Fall auf dem Riffdach, und wartet auf Mantas oder andere Großfische die zum Service kommen. Dies ist auch eine sehr komfotable Methode Mantas zu sehen. Wahrscheinlich gibt es noch andere Manta Spots, aber ich schätze diese beiden Methode überwiegen in der Praxis, da die Wahrscheinlichkeit relativ hoch ist, tatsächlich Mantas zu sehen. Mantas ziehen ja mit ihrer Nahrungsquelle weiter, d.h. wo es Plankton gibt sind meistens auch Mantas anzutreffen.

Der erste Tauchgang war ereignislos, gleich zu Beginn war ein Manta schemenhaft zu sehen und das war es dann auch schon wieder. Wir sind dann noch an der Kante des Riffdachs entlang geschwommen, immer in der Hoffnung, dass noch ein Manta vorbei kommt, was leider nicht der Fall war.

Beim zweiten Tauchgang hatten wir mehr Glück, es dauerte allerdings auch ca. 30min bis wir den ersten Manta zu Gesicht bekamen. Meiner Meinung nach waren wir aber nicht an der Putzerstation, da alle Mantas ständig in Bewegung waren.

Sie schwammen in Kreisen um uns herum und verschwanden dann kurz wieder, um im nächsten Moment aus einer anderen Richtung kommend, wieder auf uns zu zu schwimmen.

In Summe waren es zumindest 4 Mantas, d.h. ich habe zu einem Zeitpunkt genau 4 gezählt. Andere Taucher meinten es waren 6 Stück.

Die Fotos sind qualtitativ nicht so gut geworden, das lag einerseits an der schlechten Sicht, es waren sehr viele Schwebeteilchen im Wasser. Aus diesem Grund musste ich auch den Blitz weg lassen, was auf dieser Tiefe zu blau-grünen Bildern führt. Etwas konnte ich noch mit dem Weißabgleich retten, aber so richtige Farben bekommt das Bild damit auch nicht mehr.

In Summe habe ich nur eine Handvoll Bilder die man nach der Nachbearbeitung zumindest ansehen kann.

Meine besten Mantafotos hatte ich vor 8 Jahren, bei unserem Urlaub auf Athuruga, geschossen. Auch die Fotos vor 7 Jahren von diesem Manta Point waren besser, da in beiden Fällen die Sicht deutlich besser war.

Die Mantas schwammen damals an der Riffkante entlang, die Fotos entstanden ebenfalls ohne Blitz, aber durch die bessere Sicht, hat auch der Weißabgleich mehr Farben zu Tage gebracht.

Um die Qualität deutlich zu steigern, müsste man 2 Blitze verwenden, um die ganze Breite des Bildes für das Weitwinkelobjektiv ausleuchten zu können, das ist einerseit für die Mantas nicht angenehm, andererseits würde das nochmals ca. 5kg Übergepäck bedeuten.

Für alle die sich die Frage stellen: "Mit welcher Ausrüstung fotografiere ich eigentlich unter Wasser?", habe ich zwei Fotos im Bungalow gemacht.

Meine Kamera für Unterwasser ist eine Canon EOS 20D, die habe ich seit 2005, mit einem Subal C20 Gehäuse. Zum ersten Mal war sie in Kroatien im Einsatz und dann im Herbst 2005 auf Gan, wo meine Freunde und ich mit Buddy Inspiration Rebreathern tauchen waren. Aktuell habe ich den Domport montiert, für das Weitwinkel 10-22mm, was durch den Cropfaktor von 1,6 dann effektiv einem 16-35mm Objektiv entspricht. Für Makros habe ich noch einen Planport und ein 60mm Makro Objektiv mit, das entspricht dann einem 96mm Objektiv.

Blitz ist ein Subtronic Maxi, noch mit NiMH-Akkus, mittlerweile gibt es nur noch LiPo-Akkus bei Subtronic. Die Akkus habe ich vor ein paar Jahren selbst gewechselt, das war auch ein interessantes Unterfangen, hat aber dann doch mehr oder weniger problemlos funktioniert. Der Blitzarm ist zweiteilig von Lightweight Design mit ca. 1m Länge, damit kann man von der Seite oder Oben das Motiv ausleuchten, ohne die Schwebeteilchen direkt anzustrahlen, was zu weniger Reflexionen im Wasser führt.

Ok, dann hoffe ich Euch zumindest nicht komplett gelangweilt zu haben und hoffe auf bessere Sicht bei den kommenden Tauchgängen. Morgen machen wir wieder eine tauchfreien Tag, zum Tauchen kommen wir ja auf der Maldives Masters in den beiden letzten Dritteln unseres Urlaubes ja noch genug.


Euer ultrafastfreddy aus Vakarufalhi, Malediven

1.3.18 13:48

Letzte Einträge: Maledives Masters, TG 21-23, Maledives Masters, TG 24-26

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