Mein Weg nach Kona

Tagebuch eines Triathleten
 
 

Vakarufalhi, Tag 8

Liebe Leser,

am 8. Tag unseres Aufenthaltes auf Vakarufalhi war wieder ein tauchfreier Tag angesagt. Da wir ja am nächsten Tag die Insel verlassen werden, konnten wir nicht mehr tauchen gehen. Zeit Bilanz zu ziehen, die 9 Tauchgänge waren nicht uninteressant, haben aber auch nicht alles geboten, was wir uns erwartet haben. Leider haben wir diesmal kein Glück mit den Walhaien, obwohl in dieser Saison schon relativ viele gesichtet wurden. Auch die Teilnehmer der Schnorchelexkursion 3 Tage später hatten Glück. Sie trafen auf ein kleineres Exemplar mit ca. 4,5m, aber besser ein kleiner Walhai als keiner. Auch die Mantas hatten beim ersten Tauchgang ausgelassen, zum Glück sahen wir dann welche beim 2. Tauchgang. Die Sicht war bei fast allen Tauchgängen für diese Tauchgebiete relativ bescheiden, es waren immer relativ viel Schwebeteilchen im Wasser, das hatten wir auch schon anders erlebt. Nur bei den beiden letzten Tauchgängen war die Sicht Ok, vielleicht lag es ja doch am Vollmond. Fotografisch war ich eigentlich nicht zufrieden, zum einen weil sich nicht so viel Möglichkeiten geboten hatten gute Fotos zu schießen, andererseits weil mich mein Blitz die ersten Tauchgänge in Stich gelassen hatte. Es ist einfach mühsam, wenn er einmal auslöst dann wieder nicht. Woran es tatsächlich gelegen hatte, konnte ich nicht herausfinden, die letzten Tauchgänge war das Problem nicht mehr so eklatant. Natürlich sind meine Fertigkeiten auch ein bisschen eingerostet, es war ja schon wieder ein Jahr her, seit meinen letzten Unterwasserfotos.

Mein Neffe hat mich den Vormittag beschäftigt, er hat mir per WhatsApp 3 Differentialgleichungen gesendet, mit der Frage, ob ich sie denn lösen könnte? Da meine Mathematik Kenntnisse schon ein bisschen eingerostet waren, war es gut, dass er zugleich eine Lösung für ein ähnliches Beispiel mit geschickt hatte. Dieser Lösungsweg ließ sich auf die anderen 3 Beispiele ebenfalls anwenden, also habe ich die Lösungen dann mit Open Office niedergeschrieben und als PDF zurück gesendet. Der Formel Editor von Open Office ist auch nicht das Gelbe vom Ei, aber vielleicht habe ich da etwas übersehen.

Auf der Tauchbasis checkten wir am Nachmittag aus, d.h. unser Equipment abholen, die Logbücher stempeln und die Abrechung machen. Einer der Tauchbasis Angestellten beunruhigte mich am Vormittag gleich nach dem Frühstück. Er erzählte uns, dass er alles pipifein gewaschen hat, auch die Blasen userer Jackets durchgespült. Ich hoffe nur, dass er die Inflatorschläuche nicht abmontierte, so wie er angedeutet hatte, wenn er nämlich das Feingewinde der großen Überwurfmutter beleidigt hätte, dann bekomme ich einen Blutrausch. Dieses Gewinde ist natürlich aus Kunststoff und die Mutter ist nicht so einfach zu montieren, d.h. man muss mit Gefühl die richtige Stellung finden, die Mutter genau im rechten Winkel zum Gegenstück halten und dann mit Hirn und Gefühl zudrehen. Sollten die ersten paar Umdrehungen nicht ganz leicht gehen, dann ist das Gewinde verkantet aufgesetzt und wenn man dann mit Gewalt weiter dreht, ist es bald kaputt. Ich fürchte nur, dass der Angestellte der Tauchbasis kein Gefühl walten ließ, abgesehen davon sich die Zeit genommen hat, darüber nachzudenken warum die Mutter sich evtl. so schlecht montieren ließ. Ich hoffte nur, er hat die beiden Gewinde nicht ruiniert, sonst haben wir für die nächsten 2 Wochen keine Jackets. Am Nachmittag checkte ich als Erstes den Anschluss des Inflatorschlauches und das Schnellablassventil, beide Muttern waren leichgängig, d.h. das Gewinde nicht verkantet. Allerdings war die Blase des Jackets voller Wasser, auch die Regler waren noch voll. Evas Stirnband war verschwunden und tauchte auch nach längerer Suche nicht auf. So viel zum Service, da wasche ich meine Sachen lieber selbst aus, bis jetzt habe ich auf jeden Fall noch kein Equipment verloren.

Morgen werden wir dann Richtung Süden aufbrechen, d.h. zuerst geht es zurück nach Male, dann mit einem Inlandsflug nach Kooddoo Airport im Süden der Malediven. Dort werden wir dann die kommenden 12 Tage auf der Maldives Masters verbringen mit der Tour "Best of Southern Atolls". Mal sehen, ob wir auf der Maldives Masters einen Internetzugang haben, wenn ja, dann kann ich den Blog aktuell halten, sonst kann ich erst in 2 Wochen alles wieder zu Hause posten.


Euer ultrafastfreddy aus Vakarufalhi, Malediven

5.3.18 12:28

Letzte Einträge: Maledives Masters, TG 21-23, Maledives Masters, TG 24-26

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(5.3.18 13:22)
Hallo Mani, was Du alles im Urlaub machen musst Differentialgleichungen??? Bist ein braver Onkel Viel Spaß auf der Maldives Masters und passt auf Euch auf! Servus Marion

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