Mein Weg nach Kona

Tagebuch eines Triathleten
 
 

Maledives Masters, TG 15-17

Liebe Leser,

die Querung zwischen den Atollen war wieder ruppig. Lt. Wetterbericht fuhren wir direkt in ein Schlechtwettergebiet, d.h. einen Tiefdruckwirbel. Alberto wollte uns das Satellitenbild auf dem Fernseher zeigen, dies bedeutete wieder 2 Tage mehr Wind und Regen. Eigentlich ein für die Saison, es sollte Trockenzeit sein, unübliches Wetter. Zum Glück hat Donald T. den Klimawandel als nicht existent bezeichnet, wenn das Mr. President sagt, wird es doch wohl stimmen.

Der erste Tauchgang war wieder einmal am Eingang eines Kanals, der in der Mitte diesmal ein kleines Riff hatte, welches bis fast an die Wasseroberfläche reichte. Dadurch war der Kanal eigentlich in zwei Kanäle geteilt. Wir sprangen wieder einmal ins Blaue und trieben mit der moderaten Strömung auf den Eingang des Kanals zu, bzw. auf das Riff nördlich vom Kanaleingang. Somit war es eigentlich ein Strömungstauchgang an einem Aussenriff. Dabei machte ich die bisher ersten Fotos eines Rotfeuerfisches auf dieser Reise, was eigentlich unüblich ist, das es hier normal sehr viele davon zu sehen gib.

Beide Bilder entstanden mit dem Weitwinkel, d.h. ich musste sehr nahe ran, was immer dazu führt, dass der Fisch einem das Hinterteil zeigt.

Die Clownfische zu fotografieren war ebenfalls eine Herausforderung, die Kleinen halten einfach nicht still. D.h. es ist mehr oder weniger Zufall da ein gutes Bild zu machen. Hier auf den Malediven gibt es Schwarze mit weißen Streifen und orangefarbene mit weißen Streifen. Eine der beiden Arten gibt es nur hier, aber ich vergesse immer wieder welche das sind. Ich glaube es sind die Orangenen mit weißen Streifen, aber sicher bin ich mir nicht.

Muränen gibt es auch sehr viele, tagsüber halten sie sich in Spalten im Riff auf, in der Nacht schwimmen sie dann jagend durchs Riff. Hin und wieder sieht man auch tagsüber eine frei schwimmende Muräne, das ist aber eher selten. Muränen sind dankbare Motive, da sie brav in der Höhle warten und sich nicht viel bewegen. Auch hier musste ich sehr nahe ran, damit die Muräne halbwegs ins Bild kommt.

Die beiden letzten Tauchgänge des Tages waren dann auf einem Manta Point, das ist ein Felsen der als Putzstation dient, er liegt in einem der Kanäle auf moderaten 15m. D.h. man kann dort getrost den ganzen Tauchgang verbringen, ohne Probleme mit der Nullzeit oder dem Gasverbrauch zu haben. Beim ersten Tauchgang war genau ein Manta am Felsen, der nur kurz blieb und dann verschwand. Nach ca. 15min kamen dann andere Taucher zum Felsen und gesellten sich zu uns. Mit der Zeit wurden es immer mehr Taucher, Mantas kamen keine mehr. Beim Auftauchen wurde uns bewußt, dass insgesamt 4 Safariboote zugleich an diesem Tauchplatz waren. Zum Glück waren wir die ersten, sonst hätten wir bei diesem Tauchgang keinen Manta gesehen.

Beim zweiten Tauchgang am Manta Point blieben wir alleine, die anderen Boote fuhren in der Zwischenzeit weiter. Wieder zeigte sich beim Abtauchen ein Manta, der bald darauf das Weite suchte. Dann passierte einmal rund 40min lang nichts. Als sich unsere Gruppe nach und nach aufmachte, den Tauchgang im Kanal fort zusetzen, blieben dann schließlich nur Eva und ich über. Wir harrten weiter der Dinge die da kommen mögen. Zuerst kam ein relativ stattlicher Stachelrochen vorbei, er schwamm aber einfach mit der Strömung, die beim zweiten Tauchgang um einiges stärker war, vorbei. Ich konnte gerade ein paar mal den Auslöser drücken, dann war er schon wieder vorbei.

Ein paar Minuten später kam ein weiterer Taucher unserer Gruppe zu uns, also waren wir zu dritt. Als ich dann Eva signalisierte, dass unsere Tauchzeit bereits 55 Minuten betrug und wir uns langsam ans Auftauchen machen sollten, kam plötzlich gegen die Strömung ein Manta an. Zu diesem gesellte sich dann bald darauf ein zweiter, wie man auf dem Bild erkennen kann. Die Beiden schwammen dann eine Zeit um den Felsen herum, bis wir schließlich dann doch mit etwas Verspätung den Tauchgang beendeten.

Fazit des Tages war, dass 20 Taucher an einer Putzerstation einfach zu viel sind, sobald der Trubel vorüber war, kamen die Mantas zurück, zum Glück hatten wir genug Geduld.


Euer ultrafastfreddy von der Maldives Masters, Malediven

12.3.18 17:19

Letzte Einträge: Maledives Masters, TG 21-23, Maledives Masters, TG 24-26

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Marion (13.3.18 13:00)
Hallo Mani, weißt Du was mir abgeht? Fotos wie es auf der Maledives Masters aussieht. Die Kabine und Fotos von der Crew. Oder auch ein paar Motive von der Reling aus, die die Umgebung zeigen. Bin gespannt
Servus
Marion

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