Mein Weg nach Kona

Tagebuch eines Triathleten
 
 

Maledives Masters, TG 18-20

Liebe Leser,

wie jeder andere Tag auch auf dieser Reise, begann dieser mit einem Sonnenaufgang. Da wir für den ersten Tauchgang relativ früh aufstanden, konnte ich noch schnell einen Schnappschuß vom Sonnenaufgang machen.

Leider war ich eine Spur zu spät, die Sonne war schon etwas zu hoch gestiegen, die Farbe der Wolken war nur noch gelblich. Das Tauchdohni lag längsseits, wie man unschwer erkennen kann.

Der erste Tauchgang war auf einer Ecke eines Kanals, wobei das Riff sich weit über die Kante hinaus zog. Wir sprangen ins Blauwasser und näherten uns von Süden her dem Kanal, folgtem dem Riff ein bisschen gegen die Strömung und schwammen dann auf der südlichen Innenseite des Kanals in das Atoll, wo wir dann vom Dohni wieder aufgesammelt wurden. Bei so einem Strömungstauchgang wurden die Gruppen immer sehr aus einander gerissen, da kann es dann schon mal vorkommen, dass man 20min im Wasser an der Oberfläche auf das Dohni warten muss. Auch die Strecken die zurückgelegt werden sind höchst unterschiedlich. Teilweise wurden wir um hunderte Meter verstreut wieder aufgefischt. Eva und ich sind meistens bei den letzten dabei, wenn wir nicht die allerletzten sind, da wir die Tauchzeit von einer Stunden meistens voll ausnutzen. Was natürlich auch mit dem Gasverbrauch zu tun hat. Es sind einige Taucher dabei, die relativ viel verbrauchen, da gehen sich dann auch nur kürzere Tauchgänge aus. Bei diesem ersten Tauchgang hatten wir größere Schwärme von allerlei Fischen, in diesem Bild sind einige Süßlippen abgelichtet.

Muränen haben wir wieder einige gesehen, diese ist am meisten verbreitet, in klassischem Braun gehalten.

Der Igelfisch war der erste den ich heuer fotografierte, alle anderen waren zu klein für das Weitwinkel. Der kleinsten den ich sah, hatte ca. 2cm Länge.

Diese Muräne war bedeutend kleiner als die Erste, außerdem war sie gelb gezeichnet. Das war auch die Einzige die ich in dieser Färbung bisher sah.

Die Clownfische sind nicht weit, wenn es Annemonen gibt. Diese Familie war in schwarz gehalten, das Junge hat sich immer versteckt, wenn ich auf den Auslöser gedrückt hatte, so sind immer nur die Eltern im Bild.

Der 3. Tauchgang des Tages war dann eine Katastrophe. Die Idee war ins Blauwasser zu springen und die linke Ecke des Kanaleinganges anzupeilen. Die Strömung war relativ stark Atoll einwärts, dann wollten wir so lange wir möglich auf dieser Ecke verweilen, da dort die Korallen am schönsten waren und sich auch die meisten Fische in diesem Bereich aufhielten. Aber es kam etwas anders, wir verpassten die Ecke und kamen erst ca. 50m strömungsabwärts ans Außenriff. Von dort arbeiteten wir uns dann gegen die Strömung bis zu dieser Ecke vor. Das Ganze spielte sich auf ca. 25m ab, d.h. bei 3,5bar Umgebungsdruck verbraucht man ordentlich Gas bei einem offenen System. Kurze Schreibe langer Sinn, außer Spesen nichts gewesen. Wir haben praktisch nichts gesehen, außer eine Menge verschreckter Riffbewohner, wie z.B. Muränen und Steinfische, von den klassischen Rifffischen ganz zu schweigen, die waren sichtlich davon irritiert, dass wir uns durchs Riff hantelten. Am Kanaleingang waren einige größere Fische, aber wirklich viel davon haben wir nicht gesehen.

Am Abend, kurz vor Sonnenaufgang, gab es dann noch einen Landgang auf einer unbewohnten Insel. Mit unbewohnt meine ich natürlich ohne menschlicher Bewohnung. Die Insel war fest in Krabbenhand, man musste aufpassen um nicht aus versehen auf eine Krabbe zu treten, die mit Ihren Behausungen über den Sand wandelten. Die größeren sind da kein Problem, die sind schnell genug, aber die Kleineren die normalerweise eine Muschel als Wohnung mit sich herumtragen, sind da eher gefährdet.

Die Insel war zu einem Drittel nur eine Sandbank, auf den anderen beiden Dritteln wuchsen Büsche. Unsere Crew verschwand im Dickicht, keine Ahnung was sie da trieben, sie kamen ca. 45min später wieder, hatten aber keine Kokusnüsse oder etwas anderes dabei. Das was wirklich deprimierend war, die Umweltverschmutzung macht auch vor unbewohnten Inseln nicht hat. Am Strand lagen Plastikflaschen, Kanister und anderer Müll, den das Meer dort angespült hat. Im Inneren der Insel gab es ein Art Müllhalde. Wir rätselten, ob diese dadurch zustande kam, da dort gezielt Müll abgeladen wurde oder ob es einfach der angespülte Müll war, den jemand dort deponiert hatte, damit er zumindest den Strand nicht verunstaltete.

Der primäre Grund für den Ausflug war jedoch der Sonnenuntergang. Natürlich habe ich da bei der Entwicklung der Bilder ein bisschen nach geholfen, aber ich kann Euch versichern, er war wirklich schön.

Natürlich habe ich auch ein paar Fotos mit dem Fischauge gemacht, ich finde es einfach interessant, einen Strand mit untergehender Sonne mal in anderer Perspektive zu sehen.

Morgen stehen dann wieder 3 Tauchgänge am Programm, mal sehen was diese zu bieten haben.


Euer ultrafastfreddy von der Maldives Masters, Malediven

14.3.18 09:13

Letzte Einträge: Maledives Masters, TG 21-23, Maledives Masters, TG 24-26

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(14.3.18 19:12)
Hallo Mani,
Super Fotos, auch ich vermisse ein paar Fotos vom Schiffchen, von den Kabinen, von der Kombüse, wie Ihr gemeinsam mit der Crew Frühstückt oder zu Abend beisammen sitzt...
lg RR

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