Mein Weg nach Kona

Tagebuch eines Triathleten
 
 

Abkantbankwagen Teil 1

Liebe Leser,

diesmal geht es um ein weiteres Schweißprojekt. Da ich schon des Öfteren vor der Herausforderung stand Blech biegen zu müssen, habe ich mich heuer kurzfristig dazu entschlossen, mir eine kleine Abkantbank zu gönnen. Die kleine Abkantbank ist für eine Breite von 600mm konstruiert, das ist klein genug, um bei uns im Keller noch Platz zu finden, aber ein bisschen zu groß um ständig herumgetragen zu werden. Das Teil hat immerhin ca. 61kg Masse, d.h. meinen Bandscheiben zu Liebe, dachte ich, es wäre eine gute Idee, einen kleinen Wagen für diese Abkantbank zu schweißen, damit kann ich sie bewegen, ohne sie ständig heben zu müssen.

Die Konstruktion ist gleich aufgebaut, wie der Wagen den ich für meine Schweißgerätschaften gebaut habe, ein Rahmen aus Stahl Vierkantrohr 25mm im Quadrat mit 1,5mm Wandstärke, beplankt mit 0,75mm verzinktem Stahlblech. Die Rohre habe ich per Hand mit meiner Küpper Präzisonsgehrungssäge Perfekt S gesägt. Die Bleche mit meiner kleinen Rollenblechschere zugeschnitten. Der obere und untere Rahmen besteht aus je 4 Rohren die auf 45° Gehrung geschnitten wurden, alle anderen Rohre sind einfach stumpf im Winkel von 90° abgesägt.

Den Rahmen habe ich mit meiner WIG Maschine verschweißt, die Schweißnähte sind gerade mal so geworden, Hauptsache sie halten, Schönheitspreis würde ich dafür keinen bekommen. Da ich sie sowieso großteils plan geschliffen habe, war das auch kein richtiges Problem. Am oberen Rahmen habe ich noch links und rechts je einen Handgriff aus 20mm Rundrohr angeschweißt, damit ich mir dann beim verfahren leichter tue. Die Handgriffe bestehen aus je 3 Rohren, in den beiden Ecken auf 45° Gehrung geschnitten. Die Griffe fehlen auf den ersten Fotos noch, da ich den Rahmen zuerst fertig geschweißt und erst dann die Griffe angeschweißt habe.

Im oberen und unteren Rahmen sind je 2 Rohre zusätzlich eingesetzt, im unteren Rahme für die Gelenkrollen, im oberen Rahmen für Aufnahme der Abkantbank. Im unteren Rahmen habe ich 4x4 Bohrungen mit M8 Gewindenieten für die Befestigung der Gelenkrollen eingebaut. Im oberen Rahmen davon 2x2 Stück für die Befestigung der Abkantbank. Die Nietzange mit den Blindnieten habe ich von meinem Bruder zum Geburtstag bekommen und für dieses Projekt zum ersten Mal verwendet. In ein 1,5mm starkes Blech ein M8 Gewinde zu schneiden macht wenig Sinn, mit den Gewindenieten bekommt man die Möglichkeit schnell und einfach ein solches bereit zu stellen. Die Nieten machen einen stabilen Eindruck, ich habe die verzinkten Stahlnieten verwendet, und die Gelenkrollen halten bombenfest. Je stärker man die Schrauben dann anzieht, umso besser müssten die Nieten eigentlich halten, da sie durch die Schraube gestaucht werden, die Nietzange staucht den Niet ja auch auch durch einen Gewindebolzen den man in den Niet schraubt.

Lackiert habe ich den Rahmen und Bodenbleche in seidenmatt schwarz, die Seitenverkleidungsbleche in dunkelblau. Leider habe ich vor 2 Jahren als ich den Schweißwagen gebaut habe Tiger Buntlacke verwendet. Leider deshalb, da Tiger die Herstellung dieser Lacke 2017 eingestellt hat, daher ist es zur Zeit sehr schwierig genau diese Lacke zu bekommen. Schwarz war kein so großes Problem, aber den Dunkeblauen zu bekommen schon. Ich habe mit Hilfe meines Bruders, dann doch noch einen Restposten im Internet ergattern können, aber für die Zukunft werde ich wohl oder übel andere Farben wählen müssen. Mal sehen, ob ich noch ein paar Wagerln schweißen werden, evtl. für die Rollenschere, Bohrmaschine oder eine zukünftige Fräse. Die Seitenbleche habe ich wie schon beim Schweißwagen mit 5mm verzinkten Stahl Blindnieten befestigt.

Aktuell fehlen dem Wagen noch die Türen, die bin ich gerade dabei zu fertigen. Dafür verwende ich wieder die 0,75mm verzinkten Stahlbleche. Die Scharniere sind von GAH ALBERTS, 101x65mm, gelb verzinkt. Für diesen Fall sicher überdimensioniert, aber da ich die Scharniere einerseit am 25mm breiten Rahmen befestigen muss, mussten sie zumindest 2x25mm breit sein, damit ich den Rahmen gut anbohren kann. In Summe habe ich jetzt 6 Türen in Arbeit, 4 für den Schweißwagen, da er mehr als 600mm hoch ist und ich nur 600mm breit biegen kann und 2 für den Abkantbankwagen. Zugeschnitten und gekantet sind sie schon, die Bohrungen für die Scharniere und Griffe habe ich auch schon alle gemacht. Für die Bohrungen der Scharniere habe ich mir einen Anschlag für den Koordinatentisch auf meiner Bohrmaschine gemacht, aus einem Reststück des Vierkantrohres für den Rahmen. Mit 2 M8 Innensechskant Schrauben habe ich das Rohr am Tisch befestigt und damit die Bohrungen im gleich bleibenden Abstand von der Kante gebohrt. Angerissen habe ich die Bohrungen mit einem Fizstift, körnen habe ich mir erspart und so wie es aussieht, passen die Bohrungen exakt für die Scharniere.

Jetzt fehlen noch die Ausnehmungen für die Scharniere, dafür habe ich mir erst einen Anschlag zum Schneiden für meinen Dremel gedreht. Schneiden konnte ich noch nicht, da ich am Wochenende ja keinen Lärm machen darf, d.h. das kommt dann in der nächsten Woche und im nächsten Blogbeitrag.


Euer ultrafastfreddy

20.10.19 15:37

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